Die Modellvorstellung der Volkswagen up! 3- und 5-Türer von Herpa ist erstmals am 06.03.2012 auf der Hauptseite von mo87 veröffentlicht worden. Der modere und auch beliebte Kleinwagen von VW ist mittlerweile leider Geschichte. Sein später auf den Markt gebrachtes Derivat mit Elektromotor erfreute sich großer Beliebtheit und musste leider dem Irrsinn der Digitalisierung vom Markt verschwinden. Ein Nachfolgemodell hat VW derzeit nicht zur Hand gehabt. Erfreulich, dass sich damals Herpa Dank Industrieauftrag an den Up! heranwagen durfte und eine sehr überzeugende Umsetzung präsentierte. Zum Zeitpunkt des Reloads (2026) sind VW Up! als Minikit angekündigt.
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Nach dem pfiffigen Lupo war der brasilianische Fox eine herbe Enttäuschung für VW-Fans. Die günstige Produktion stand im Vordergrund, aber Charakter hatte der biedere Zweitürer kaum. Nun soll der neue VW up! es richten - mit konventionellem Grundkonzept, aber sympathischen Detaillösungen mischt er die Kleinstwagenklasse auf. Nach dem Dreitürer stellt Herpa auf dem Genfer Salon ab heute gemeinsam mit Volkswagen den Fünftürer vor.
Up! geht´s!
Auf der IAA 2011 präsentierte VW den up! als Nachfolger des eher biederen Fox aus brasilianischer Fertigung, der nie die Lücke schliessen konnte, die der schon 2005 eingestellte Lupo hinterließ. Eingebettet in ein frisches Marketing soll der neue up! eher trendig herüberkommen. Entspricht die Grundform zwar eher dem traditionellen "Lüneburger Heide-Design", so gelang es den Wolfsburgern immerhin, einige pfiffige Detailakzente zu setzen, auch wenn das anfangs kolportierte Heckmotorkonzept auf der Strecke blieb. Zuerst fällt das fast schon clownhaft grinsende Gesicht ins Auge. Nicht zuletzt dieses Element weckt Erinnerungen an den Renault Twingo der ersten Generation, dessen Grundkonzept mit Sicherheit Pate stand für den kleinsten Volkswagen. Auch die stets schwarz gehaltene Heckklappe mit den optisch integrierten Rückleuchten hebt die ansonsten schnörkellos gestaltete Karosserie aus der Menge heraus. Der grinsende Mund findet sich auch am hinteren Stoßfänger wieder.

Im Innenraum dominieren klare Farben in Schwarz-Weiß-Kontrast. So kaschiert VW geschickt, dass es sich eigentlich um ein 10.000-Euro-Einstiegsmodell aus slowakischer Fertigung handelt, bei dessen finaler Gestaltung auch auf die Kosten geachtet werden musste. Zur Erinnerung: Der Lupo wurde damals eingestellt, weil er in der Fertigung zu teuer war.
Der 3,54 Meter lange up! verfügt zu Produktionsbeginn über Dreizylindermotoren mit 44 oder 55 kW. Bei einem Verbrauch von 4,5 bis 4,7 l/100 km wird er jeweils in die Effizienzklasse C eingestuft. Auch die Emissionswerte scheinen eher durchschnittlich zu sein. Als Teil des sogenannten New-Small-Family-Baukastensystems begründet er eine neue Modellfamilie, die mit VW-Branding nach dem Dreitürer zügig um einen Fünftürer sowie eine Elektro-Variante erweitert wird. Auch eine sportlichere Version soll noch kommen. Darüber hinaus werden Skoda- bzw. Seat-Versionen namens Citigo und Mii folgen.
In ersten Praxistests werden vor allem die gute Verarbeitung und insgesamt hochwertige Anmutung gelobt; auch Fahreigenschaften, -Komfort und Geräuschniveau erhalten gute Kritiken. Fahrdynamik sowie Verbrauchswerte um fünf Liter entsprechen dem klassenüblichen Standard. Über eine echte Persönlichkeit, wie sie beispielsweise der Fiat 500 oder der New Mini von BMW aufweisen, verfügt der up! eher nicht. Wohl aber ist er eine konsequente Weiterentwicklung des durchaus charakterstarken Lupo und steht damit in Konkurrenz etwa zum ebenfalls leicht stylisch gestalteten Ford Ka. Insgesamt entspricht der up! dem, was man von einem kleinen VW erwartet.

87-mal kleiner als das Vorbild sind die Modelle des up!, die wieder einmal von Herpa geliefert werden. Dies gilt sowohl für den Drei- als auch für den brandneuen Fünftürer, der dieser Tage auf dem Genfer Salon Premiere feiert. Die Werbemodelle kommen verpackt in einer Mini-Vitrine. Dem hohen Anspruch des Vorbilds werden die in jeweils vier Farben ausgelieferten Werbemodelle voll gerecht: Alle wichtigen Details sind nach gegenwärtigem Stand der Technik routiniert wiedergegeben, die Passgenauigkeit einmal mehr perfekt. Zu nennen sind hier zuerst die vorbildtreue Innenausstattung mit frei stehendem Lenkrad und Innenspiegel. Auch die Außenspiegel sind separat angesetzt, und die Spiegelfläche ist beim Werbemodell jeweils verchromt. Der "Mund" ist ein separates Teil, das schwarz umrahmt wird. Die Hauptscheinwerfer sind einzeln eingesteckt, aber leider nicht mit Chromfolie hinterlegt.

Überzeugend wirkt die verglaste Heckklappe, in die die Rücklichter integriert sind. Die VW-Embleme sind lupenrein bedruckt, auch findet sich das up!-Typenschild an der Heckklappe. Auf der Bodengruppe sind alle wichtigen Komponenten eingraviert. Das Auspuffendrohr sucht man jedoch vergebens. Die sehr breiten Räder sind silbern lackiert und vorbildgerecht, aber eher einfach gehalten. Die Felgen sind nicht durchbrochen, dafür sind die Rolleigenschaften gut. Kritisch könnte allenfalls angemerkt werden, dass der mittelgrauen Inneneinrichtung etwas mehr Farbe gut tun würde, wie es z.B. beim seligen ersten Twingo umgesetzt wurde.
Das Vorbild nachahmend hat Herpa routiniert, mit fast schon kalter Perfektion eine solide, saubere und für einen Kleinstwagen überraschend aufwendige Miniatur (angesteckte Außenspiegel, separater Innenspiegel, umfangreiche Bedruckung, geprägte Nebelscheinwerfer, eingesetztes Lenkrad, viele Einzelteile) entwickelt, die schön anzuschauen ist und den Testparcours auf dem Schreibtisch sehr gut übersteht. Wirklich innovative Detaillösungen findet man bei dieser Miniatur kaum. Aber die sind bei diesem Vorbild auch nicht erforderlich. Bleibt abzuwarten, welche Features Herpa beim preisgünstigeren Serienmodell streichen wird - hoffentlich bleibt die Bedruckung der Heckklappe erhalten.
Up! geht´s!
Auf der IAA 2011 präsentierte VW den up! als Nachfolger des eher biederen Fox aus brasilianischer Fertigung, der nie die Lücke schliessen konnte, die der schon 2005 eingestellte Lupo hinterließ. Eingebettet in ein frisches Marketing soll der neue up! eher trendig herüberkommen. Entspricht die Grundform zwar eher dem traditionellen "Lüneburger Heide-Design", so gelang es den Wolfsburgern immerhin, einige pfiffige Detailakzente zu setzen, auch wenn das anfangs kolportierte Heckmotorkonzept auf der Strecke blieb. Zuerst fällt das fast schon clownhaft grinsende Gesicht ins Auge. Nicht zuletzt dieses Element weckt Erinnerungen an den Renault Twingo der ersten Generation, dessen Grundkonzept mit Sicherheit Pate stand für den kleinsten Volkswagen. Auch die stets schwarz gehaltene Heckklappe mit den optisch integrierten Rückleuchten hebt die ansonsten schnörkellos gestaltete Karosserie aus der Menge heraus. Der grinsende Mund findet sich auch am hinteren Stoßfänger wieder.
Im Innenraum dominieren klare Farben in Schwarz-Weiß-Kontrast. So kaschiert VW geschickt, dass es sich eigentlich um ein 10.000-Euro-Einstiegsmodell aus slowakischer Fertigung handelt, bei dessen finaler Gestaltung auch auf die Kosten geachtet werden musste. Zur Erinnerung: Der Lupo wurde damals eingestellt, weil er in der Fertigung zu teuer war.
Der 3,54 Meter lange up! verfügt zu Produktionsbeginn über Dreizylindermotoren mit 44 oder 55 kW. Bei einem Verbrauch von 4,5 bis 4,7 l/100 km wird er jeweils in die Effizienzklasse C eingestuft. Auch die Emissionswerte scheinen eher durchschnittlich zu sein. Als Teil des sogenannten New-Small-Family-Baukastensystems begründet er eine neue Modellfamilie, die mit VW-Branding nach dem Dreitürer zügig um einen Fünftürer sowie eine Elektro-Variante erweitert wird. Auch eine sportlichere Version soll noch kommen. Darüber hinaus werden Skoda- bzw. Seat-Versionen namens Citigo und Mii folgen.
In ersten Praxistests werden vor allem die gute Verarbeitung und insgesamt hochwertige Anmutung gelobt; auch Fahreigenschaften, -Komfort und Geräuschniveau erhalten gute Kritiken. Fahrdynamik sowie Verbrauchswerte um fünf Liter entsprechen dem klassenüblichen Standard. Über eine echte Persönlichkeit, wie sie beispielsweise der Fiat 500 oder der New Mini von BMW aufweisen, verfügt der up! eher nicht. Wohl aber ist er eine konsequente Weiterentwicklung des durchaus charakterstarken Lupo und steht damit in Konkurrenz etwa zum ebenfalls leicht stylisch gestalteten Ford Ka. Insgesamt entspricht der up! dem, was man von einem kleinen VW erwartet.
87-mal kleiner als das Vorbild sind die Modelle des up!, die wieder einmal von Herpa geliefert werden. Dies gilt sowohl für den Drei- als auch für den brandneuen Fünftürer, der dieser Tage auf dem Genfer Salon Premiere feiert. Die Werbemodelle kommen verpackt in einer Mini-Vitrine. Dem hohen Anspruch des Vorbilds werden die in jeweils vier Farben ausgelieferten Werbemodelle voll gerecht: Alle wichtigen Details sind nach gegenwärtigem Stand der Technik routiniert wiedergegeben, die Passgenauigkeit einmal mehr perfekt. Zu nennen sind hier zuerst die vorbildtreue Innenausstattung mit frei stehendem Lenkrad und Innenspiegel. Auch die Außenspiegel sind separat angesetzt, und die Spiegelfläche ist beim Werbemodell jeweils verchromt. Der "Mund" ist ein separates Teil, das schwarz umrahmt wird. Die Hauptscheinwerfer sind einzeln eingesteckt, aber leider nicht mit Chromfolie hinterlegt.
Überzeugend wirkt die verglaste Heckklappe, in die die Rücklichter integriert sind. Die VW-Embleme sind lupenrein bedruckt, auch findet sich das up!-Typenschild an der Heckklappe. Auf der Bodengruppe sind alle wichtigen Komponenten eingraviert. Das Auspuffendrohr sucht man jedoch vergebens. Die sehr breiten Räder sind silbern lackiert und vorbildgerecht, aber eher einfach gehalten. Die Felgen sind nicht durchbrochen, dafür sind die Rolleigenschaften gut. Kritisch könnte allenfalls angemerkt werden, dass der mittelgrauen Inneneinrichtung etwas mehr Farbe gut tun würde, wie es z.B. beim seligen ersten Twingo umgesetzt wurde.
Das Vorbild nachahmend hat Herpa routiniert, mit fast schon kalter Perfektion eine solide, saubere und für einen Kleinstwagen überraschend aufwendige Miniatur (angesteckte Außenspiegel, separater Innenspiegel, umfangreiche Bedruckung, geprägte Nebelscheinwerfer, eingesetztes Lenkrad, viele Einzelteile) entwickelt, die schön anzuschauen ist und den Testparcours auf dem Schreibtisch sehr gut übersteht. Wirklich innovative Detaillösungen findet man bei dieser Miniatur kaum. Aber die sind bei diesem Vorbild auch nicht erforderlich. Bleibt abzuwarten, welche Features Herpa beim preisgünstigeren Serienmodell streichen wird - hoffentlich bleibt die Bedruckung der Heckklappe erhalten.
- 1S3 099 301 C9X - VW up!, dreitürig, deep black-perleffekt
- 1S3 099 301 H5X - VW up!, dreitürig, night blue-metallic
- 1S3 099 301 0K1 - VW up!, dreitürig, oryxweiß-perlmutteffekt
- 1S3 099 301 B7W - VW up!, dreitürig, tungsten silver-metallic
- 1S4 099 301 Y3D - VW up!, fünftürig, red
- 1S4 099 301 B9A - VW up!, fünftürig, white
- 1S4 099 301 OHN - VW up!, fünftürig, light blue
- 1S4 099 301 A7W - VW up!, fünftürig, light silver-metallic
Text: Jens Müller; Fotos: Jens Müller (4) und Marc Schmidt