Ganz so alt wie das Raumschiff Orion ist der Ford Orion Mk I noch nicht, aber er kam bei Erscheinen der Kundschaft fast wie ein solches vor. Der zuvor erschienene Ford Escort Mk III als Kompaktwagen erhielt den vom VW Golf aka Jetta bekannten Rucksack, wirkte aber dennoch nicht wie von einem anderen Stern. Ford entwickelte für die konservativer denkende Kundschaft den Escort mit Kofferraum als klassische Stufenhecklimousine zum Modelljahr 1984. Seit 1982 gab es schließlich keinen Taunus mit Stufenheck mehr und nicht jedem gefiel der futuristische Sierra mit Fließheck. Der Orion hielt sich bis zum auslaufenden Modelljahr 1990 als Mk I im Programm und bekam zwischendurch zum Modelljahr 1986 ein optisch deutliches Facelift u.a. durch Änderung des Kühlergrills mit leicht heruntergezogener Motorhaube. Sportlichkeit durfte der Orion nie tragen. Die Motoren waren eher bieder gehalten. Verschiedene Benziner und Diesel sorgten für Vortrieb. Mittlerweile ist das Auto längst aus dem Straßenbild verschwunden. Unscheinbar zu "Lebzeiten" mit Rentner-Image und genauso unauffällig machte er Platz für Neues. Verschiedene Abwrack-Irrsinnsprämien trugen ihren Teil dazu bei. Als Randnotiz sei zu erwähnen, dass dieser Ford Escort in Südamerika als VW Apollo angeboten wurde.
Genauso unspektakulär wie sein Vorbild war, kündigte PCX87 ein Modell der ersten Generation des Ford Orion an, wohlwissend, das eigene Portofolio an Ford-Modellen damit sinnvoll abrunden zu können. Nur knapp zwei Jahre dauerte es vom ersten Graumuster im Internet-Livestream 2024 bis zur jüngsten Erstauslieferung im Frühjahr 2026. PCX87 wäre nicht PCX87, wenn es nicht gleich zum Start eine Vielzahl an Farben und auch Radsätzen gäbe. Für den Rezensenten als Brot- und Butterauto-Fan ist nach erster Inaugenscheinnahme der rote Ford Orion in Basis-Ausführung das herausstechende Highlight, gefolgt vom rentnertauglichen und etwas besser ausgestatteten Orion in Goldbeigemetallic. Die Meinungen dürften wie üblich auseinandergehen. So markiert der weiße Orion als MCW-Exklusivmodell ebenfalls ein schlichtes, wenn auch besser ausgestattetes Alltagsmodell. Die ebenfalls angebotenen Orion Injection (Dunkelgraumetallic) und Ghia (Rotmetallic) sind da schon besser ausgestattet, wobei der Ghia dem Vernehmen nach eher als Rechtslenker in Großbritannien angeboten wurde. Letzteres Modell kränkelt übrigens an einem viel zu dünn und nicht überall aufgetragenen Lackbild. Vor der Frontscheibe wirkt es so, als sei der Lack gar nicht dort angekommen, so dass insgesamt dieses Modell fast "durchschimmernd" und damit "durchfallend" (durch die Modellabnahme) wirkt. Ob es auf die komplette Produktionscharge zutrifft, kann an dieser Stelle weder bestätigt noch verneint werden. Doch kommen wir zurück zu den (subjektiv) erfreulicheren Ausführungen.
Schönes Rot und passend zu den bereits in gleicher Farbe ausgelieferten Modelle der Ford Fiesta-Generatoinen von PCX87. Standard und Alltag in der Magerversion ohne Chromumrandung des Kühlergrills. Dagegen wirkt das Modell in "Beigemetallic" goldig wie aus der Garage eines Rentner-Ehepaares, dass als Ersatz für einen Taunus einen Orion beschafft hat, weil der Sierra so gar nicht auf Gegenliebe stieß. Wie üblich stößt die Materialstärke in Verbindung mit der eingesetzten Verglasung an ihre Grenzen. Während der rote Orion lediglich schwarz angedeutete Gummileisten und nur an Front- und Heckscheibe Chrom tragen darf, glänzt Goldi mit üppigem Fensterschmuck. Leider sind auch bei diesem PCX87-Modell die Rückspiegel nicht gesilbert. Unterscheidungsmerkmal sind außerdem die verschiedenen Radsätze. Magere Stahlfelgen ohne Radzierblenden und eben winschlüpfig luftig verschlossen.
Das Schicksal der zweiteiligen Scheibenwischer teilt der Orion mit den anderen Modellen aus jüngster Fertigung von PCX87. Die Wischerarme sind unterbrochen, weil der Restarm mit Wischerblatt Bestandteil der Verglasung ist. Und auch hier wird auf einen Innenspiegel verzichtet. Haben wir uns bereits daran gewöhnt? Die Verglasung sitzt dabei nicht immer ganz korrekt in der Hütte mit ihrem schönen Innenraum. Die silbernen Zierleisten am Grill treffen nicht immer exakt ihre Position. Am schwarzen Grill kann der Bastler mit einem feinen Pinselstrich die Unsauberkeiten beseitigen. Immerhin ist die blaue Fordpflaume mit lesbarem Ford-Schriftzug ein Highlight. Auch die Typbezeichnungen am Heck sind deutlich erkennbar und lesbar aufgedruckt. Der rote Mager-Orion mutiert aber zum 1.6 GL. Der Besitzer oder Zweitbesitzer wollte dann doch mehr Schein als Sein haben. Und fast durchgegangen: Der Injection zeigt sich mit einer dritten Felgenversion. Allen drei gemeinsam ist der leider zu große Durchmesser der Räder, das wirkt so nicht. Auf dem gleichen Bild ist das i-Tüpfelchen bei allen Modellen zu sehen, denn das ist auf den Schraubverschluss des Tanks gelandet. Die Rücklichter sind zumindest sauberer bedruckt als noch beim Audi 80 B2MP (wir werden berichten) und müssen nicht umständlich nachbehandelt werden. Mittlerweile sind reine Aufdrucke für die Rückleuchten wohl üblich. Dagegen haben die Scheinwerfer klare Sicht und die Blinker ein klar wirkendes Geblinke. Auf den Bildern kommt leider die auffallende Beule in der Motorhaube nicht zur Geltung. Hier sitzt vermutlich die Aufnahme zum Verkleben des Chassis mit der Karosserie. Die Gravuren sind prägnanter als bei früheren Konstruktionen verschiedenster Hersteller. Das Feingefühl ist hier etwas verloren gegangen - zumindest im Makrobereich.
Den Abschluss bildet zunächst ein Blick auf den üppig dekorierten Injection, der mit den roten Streifen eher GTI- oder besser XR3i-Feeling aufkommen lässt. Am Nachbarn Ghia ist auf den Fotos die oben beschriebene Lackproblematik durchaus erkennbar, aus Sicht des Rezensenten das im wahrsten Sinne des Wortes farbloseste Modell des Orion-Quintetts. Neben seinen Artgenossen (leider nur) XR3i und (leider nur) Cabrio in modellgepflegter Version macht sich der Orion ausgezeichnet. Letztlich ist genau das Modell des Ford Orion das Salz in der Suppe eines Modellstraßenalltags im Maßstab 1:87.
Gerne dürfen weitere, einfacher ausgestattete Standardversionen in anderen Farben Einzug ins Lieferprogramm erhalten. Ein schickes Hellblaumetallic dürfte ebenfalls die Herzen erfreuen. Umso bedauerlicher ist es, dass der passende Ford Escort Mk I nur als XR3i angeboten wird, die normale Alltagsvariante fehlt. Vielleicht lässt diese sich aus dem XR3i basteln. Zwei der erhaltenen Modelle des Stufenhecks durften gleich den Rückweg zum Händler antreten. Die Lackmängel mit Staubeinschluss, abbröckelnden Ecken aufgrund von Minibläschen und kleinere Fehlstellen waren zu auffällig. Das farblose Modell in Rotmetallic hat der Autor dieser Zeilen schlichtweg vergessen.
Genauso unspektakulär wie sein Vorbild war, kündigte PCX87 ein Modell der ersten Generation des Ford Orion an, wohlwissend, das eigene Portofolio an Ford-Modellen damit sinnvoll abrunden zu können. Nur knapp zwei Jahre dauerte es vom ersten Graumuster im Internet-Livestream 2024 bis zur jüngsten Erstauslieferung im Frühjahr 2026. PCX87 wäre nicht PCX87, wenn es nicht gleich zum Start eine Vielzahl an Farben und auch Radsätzen gäbe. Für den Rezensenten als Brot- und Butterauto-Fan ist nach erster Inaugenscheinnahme der rote Ford Orion in Basis-Ausführung das herausstechende Highlight, gefolgt vom rentnertauglichen und etwas besser ausgestatteten Orion in Goldbeigemetallic. Die Meinungen dürften wie üblich auseinandergehen. So markiert der weiße Orion als MCW-Exklusivmodell ebenfalls ein schlichtes, wenn auch besser ausgestattetes Alltagsmodell. Die ebenfalls angebotenen Orion Injection (Dunkelgraumetallic) und Ghia (Rotmetallic) sind da schon besser ausgestattet, wobei der Ghia dem Vernehmen nach eher als Rechtslenker in Großbritannien angeboten wurde. Letzteres Modell kränkelt übrigens an einem viel zu dünn und nicht überall aufgetragenen Lackbild. Vor der Frontscheibe wirkt es so, als sei der Lack gar nicht dort angekommen, so dass insgesamt dieses Modell fast "durchschimmernd" und damit "durchfallend" (durch die Modellabnahme) wirkt. Ob es auf die komplette Produktionscharge zutrifft, kann an dieser Stelle weder bestätigt noch verneint werden. Doch kommen wir zurück zu den (subjektiv) erfreulicheren Ausführungen.
Schönes Rot und passend zu den bereits in gleicher Farbe ausgelieferten Modelle der Ford Fiesta-Generatoinen von PCX87. Standard und Alltag in der Magerversion ohne Chromumrandung des Kühlergrills. Dagegen wirkt das Modell in "Beigemetallic" goldig wie aus der Garage eines Rentner-Ehepaares, dass als Ersatz für einen Taunus einen Orion beschafft hat, weil der Sierra so gar nicht auf Gegenliebe stieß. Wie üblich stößt die Materialstärke in Verbindung mit der eingesetzten Verglasung an ihre Grenzen. Während der rote Orion lediglich schwarz angedeutete Gummileisten und nur an Front- und Heckscheibe Chrom tragen darf, glänzt Goldi mit üppigem Fensterschmuck. Leider sind auch bei diesem PCX87-Modell die Rückspiegel nicht gesilbert. Unterscheidungsmerkmal sind außerdem die verschiedenen Radsätze. Magere Stahlfelgen ohne Radzierblenden und eben winschlüpfig luftig verschlossen.
Das Schicksal der zweiteiligen Scheibenwischer teilt der Orion mit den anderen Modellen aus jüngster Fertigung von PCX87. Die Wischerarme sind unterbrochen, weil der Restarm mit Wischerblatt Bestandteil der Verglasung ist. Und auch hier wird auf einen Innenspiegel verzichtet. Haben wir uns bereits daran gewöhnt? Die Verglasung sitzt dabei nicht immer ganz korrekt in der Hütte mit ihrem schönen Innenraum. Die silbernen Zierleisten am Grill treffen nicht immer exakt ihre Position. Am schwarzen Grill kann der Bastler mit einem feinen Pinselstrich die Unsauberkeiten beseitigen. Immerhin ist die blaue Fordpflaume mit lesbarem Ford-Schriftzug ein Highlight. Auch die Typbezeichnungen am Heck sind deutlich erkennbar und lesbar aufgedruckt. Der rote Mager-Orion mutiert aber zum 1.6 GL. Der Besitzer oder Zweitbesitzer wollte dann doch mehr Schein als Sein haben. Und fast durchgegangen: Der Injection zeigt sich mit einer dritten Felgenversion. Allen drei gemeinsam ist der leider zu große Durchmesser der Räder, das wirkt so nicht. Auf dem gleichen Bild ist das i-Tüpfelchen bei allen Modellen zu sehen, denn das ist auf den Schraubverschluss des Tanks gelandet. Die Rücklichter sind zumindest sauberer bedruckt als noch beim Audi 80 B2MP (wir werden berichten) und müssen nicht umständlich nachbehandelt werden. Mittlerweile sind reine Aufdrucke für die Rückleuchten wohl üblich. Dagegen haben die Scheinwerfer klare Sicht und die Blinker ein klar wirkendes Geblinke. Auf den Bildern kommt leider die auffallende Beule in der Motorhaube nicht zur Geltung. Hier sitzt vermutlich die Aufnahme zum Verkleben des Chassis mit der Karosserie. Die Gravuren sind prägnanter als bei früheren Konstruktionen verschiedenster Hersteller. Das Feingefühl ist hier etwas verloren gegangen - zumindest im Makrobereich.
Den Abschluss bildet zunächst ein Blick auf den üppig dekorierten Injection, der mit den roten Streifen eher GTI- oder besser XR3i-Feeling aufkommen lässt. Am Nachbarn Ghia ist auf den Fotos die oben beschriebene Lackproblematik durchaus erkennbar, aus Sicht des Rezensenten das im wahrsten Sinne des Wortes farbloseste Modell des Orion-Quintetts. Neben seinen Artgenossen (leider nur) XR3i und (leider nur) Cabrio in modellgepflegter Version macht sich der Orion ausgezeichnet. Letztlich ist genau das Modell des Ford Orion das Salz in der Suppe eines Modellstraßenalltags im Maßstab 1:87.
Gerne dürfen weitere, einfacher ausgestattete Standardversionen in anderen Farben Einzug ins Lieferprogramm erhalten. Ein schickes Hellblaumetallic dürfte ebenfalls die Herzen erfreuen. Umso bedauerlicher ist es, dass der passende Ford Escort Mk I nur als XR3i angeboten wird, die normale Alltagsvariante fehlt. Vielleicht lässt diese sich aus dem XR3i basteln. Zwei der erhaltenen Modelle des Stufenhecks durften gleich den Rückweg zum Händler antreten. Die Lackmängel mit Staubeinschluss, abbröckelnden Ecken aufgrund von Minibläschen und kleinere Fehlstellen waren zu auffällig. Das farblose Modell in Rotmetallic hat der Autor dieser Zeilen schlichtweg vergessen.
Text und Fotos: Andreas Plogmaker