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Bericht
von Tobias Voss am Montag 1. Juni 2026, 06:38
Kurz vorgestellt: Skoda Octavia IV Combi von PCX87

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Der tschechische Hersteller Škoda produziert seit mittlerweile mehr als einhundertzwanzig Jahren Autos. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 1895 als Fahrradhersteller unter dem Firmennamen Laurin & Klement im böhmischen Mladá Boleslav. Zum 27. Juni 1925 wurde das Unternehmen durch den Maschinenbaukonzern Škoda aufgekauft, nachdem es als Folge des ersten Weltkrieges in finanzielle Schwierigkeiten geraten war.

Nach der samtenen Revolution in der Tschechoslowakei im Jahre 1990 wurde das im Jahr 1945 verstaatlichte Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und ein erster Minderheitsanteil wurde an die Volkswagen AG verkauft. Seit dem 30. Mai 2000 ist Škoda ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Volkswagen AG.

Modelle des tschechischen Herstellers Škoda sind im Maßstab 1:87 eher dünn gesät. Den Škoda Octavia der Modelljahre 1959 bis 1971 gibt es immerhin von IGRA in verschiedenen Karosserievarianten wie Kombi, Limousine, Pritschen- und Lieferwagen und auch der Škoda Favorit wurde dort miniaturisiert. Den Škoda Octavia I hat IGRA ebenfalls in beiden Karosserievarianten in unseren Maßstab übertragen. Alle Modelle sind grundsätzlich auch noch zu bekommen, der Onlineshop von IGRA nennt auch Bestellnummern, jedoch mit dem Hinweis, dass die als Bausatz gelieferten Sets vorbestellbar sind.

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Zur Spielwarenmesse 2025 kündigte dann der zur ModelCarGroup gehörende Anbieter PCX87 mit Silberlingen an, den Škoda Ovtavia IV als Kombi in unseren Maßstab übertragen zu wollen. Im Juni 2025 wurden dann die ersten vier Modelle sowie ein Taxi angekündigt. Wenige Wochen später kam noch ein Streifenwagen der Polizei aus Österreich hinzu.

Nach langem Warten kamen dann alle sechs angekündigten Modelle im Mai 2026 in den Handel. Die mir vorliegenden vier Varianten haben mich dazu gebracht, diese Modellvorstellung zu schreiben. Obwohl ich mir im Nachhinein wieder einmal die Frage nach dem „warum“ stellen muss: Denn weder reizt mich der Škoda Octavia IV Combi im Vorbild, noch erscheint mir ein Teil der bestellten Farbvarianten verständlich. Weiße Autos sind für mich halt nur dann akzeptabel, wenn sie einen roten Streifen und einen Blaulichtbalken auf dem Dach haben. Okay, was nicht ist, kann ja vielleicht irgendwann doch noch werden ...

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Wenden wir uns nun dem Modell zu. Der erste Blick auf das Modell in Blaumetallic hinterlässt einen sehr angenehmen Eindruck, die Umsetzung mit klartransparenten Scheinwerfern und rottransparenten Rücklichtern ist aktueller Standard. Zweifarbig gehaltene Felgen beim blauen Modell sowie einfarbig silberne Felgen bei meinen anderen drei Modellen entsprechen dem Standard, den sich ModelCarWorld selbst für die Marke PCX87 setzt. Durch die Scheiben mit an Front und Heck gravierten Wischern kann man recht problemlos und ohne allzu extremen Lupeneffekt hindurchschauen. Seitliche Schießscharten, wie sie bei einem Mitbewerber zu beklagen sind, wurden glücklicherweise vermieden. Beide Außenspiegel und die Dachreling sind schwarz und silbern bzw. schwarz bedruckt.

Auf eine tabellarische Auflistung der wichtigen Maße wie Länge, Breite oder Höhe verzichte ich hier. Wer das genauer wissen möchte, muss halt einen Messschieber zur Hand nehmen und selbst nachmessen. Meiner Ansicht nach passt die Umsetzung recht gut zu unserem Maßstab und ist daher auch nicht kritikwürdig.

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Bereits von Anfang an wurde auch eine Taxivariante von PCX87 angekündigt, zu Beginn noch als hauseigenes Exklusivmodell bezeichnet, war es nach einiger Zeit für alle Händler bestellbar. Positiv ist, dass hier eine Variante ohne riesiges Glasdach gewählt wurde, so dass das Taxischild auch auf dem Metall und nicht auf Glas aufliegt. Warum jedoch die Türen von einem meiner Ansicht nach silbernen Rahmen umgeben sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Das Modell ist meiner Ansicht nach auch durchgefärbt und nicht lackiert, daher kann es sich auch nicht um einen zu geringen Lackauftrag handeln.

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Gleiches gilt übrigens auch für den Streifenwagen aus Österreich, der auf dem Modell in Silbermetallic basiert und der neben einem halbwegs passenden blautransparenten Warnlichtbalken auch eine sehr gut gemachte Polizeilackierung in blau und rot erhalten hat. Das Blau hinterlässt den Eindruck, als sei es reflektierend aufgedruckt. Da zeigt sich, was PCX87 zu leisten in der Lage ist, wenn sie es denn wollen. Es wäre sehr schön, wenn dieses Niveau grundsätzlich vorhanden wäre.

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Allerdings muss ich erneut auf das Thema Qualitätskontrolle und hier genauer der Rissbildung bei Metalliclacken eingehen: Die Probleme sind zumindest bei dem silbernen Modell wie auch dem Polizeiwagen vorhanden, nicht bei jedem Modell aber zumindest bei einigen.

Scheinbar starten diese Probleme jetzt auch bei den Lackierungen in anderen Metallicfarben abseits der silbernen Farbe. Meiner Ansicht nach muss schleunigst herausgefunden werden, was die Ursache für diese Probleme ist, damit sie dann auch abgestellt werden kann.

Trotz des vorhandenen Lackproblems ist das Modell in meinen Augen sehr gut gelungen und ich bereue den Kauf nicht wirklich, auch wenn ich immer noch nicht so recht weiß, was ich mit dem weißen Modell machen soll ...

Fotos: Tobias Voss (Modelle), Andreas Plogmaker (Vorbild)

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