Liebherr Teleskopgroßkrane haben schon immer eine große Anziehungskraft auf Modellbauer ausgeübt. Es begann 1992 mit dem kibri Bausatz 10494 des LTM 1800.
Die nächsten Liebherr Krane waren dann alle als Werbemodelle konzipierte Modelle aus Metall mit Kunststoffteilen und nicht komplett ausziehbaren Teleskopauslegern konzipiert, auch wenn einige dieser Ausleger dann von anderen Modellherstellern als Ergänzung herausgebracht wurden. Ausnahme ist der LTM 1300-6.2 von herpa als Kunststoffmodell mit komplett steckbarem Teleskopausleger.
Es gibt einige Modellvorstellungen dieser Krane hier auf mo87.de:
Das Vorbild
Liebherr stellte den neunachsigen LTM 11200-9.1 mit einer theoretischen maximalen Tragfähigkeit von 1200 Tonnen auf der BAUMA 2007 vor. Der Kran ist ein All-Terrain-Kran (AT-Kran), der sowohl auf der Straße als auch im Gelände fahren und arbeiten kann. Die Typenbezeichnung des Krans baut sich dabei wie folgt auf: LTM steht für Liebherr Teleskop Mobilkran, 1200, nach einer führenden 1 für die Produktreihe, für die Tragfähigkeit von 1200 t, und 9.1 für die 9 Achsen des Fahrgestells und die Versionsnummer 1.
Das Fahrgestell mit seinen 9 Achsen besitzt eine Hinterachslenkung, die geschwindigkeitsabhängig reagiert und auch aktiv lenkt. Sie lenkt dabei die Achsen 6 bis 9 elektrohydraulisch bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h. Zwischen 30 und 60 km/h werden die Achsen 6 und 7 auf Geradeauslauf gestellt und gesperrt, während die Achsen 8 und 9 aktiv mitlenken, ab 60 km/h wird die gesamte Hinterachslenkung auf Geradeauslauf gestellt. Damit erreicht das Fahrzeug für seine Größe ein gutes Fahrverhalten, Geländegängigkeit und einen engen Wendekreis. Als Antrieb des Unterwagens dient der Liebherr 8-Zylinder-Dieselmotor mit Turbolader vom Typ D9508 A7. Der Motor verfügt über eine Leistung von maximal 505 kW und überträgt sein Drehmoment von maximal 3000 Nm über ein Automatikgetriebe auf die Achsen 1, 2, 4 und 5. Zur Abstützung des LTM 11200 werden vier Schwenkholme hydraulisch ausgeklappt und ausgefahren. Sie bilden so ein X. Das Abstützen und die Niveaueinstellung erfolgen ebenfalls hydraulisch.
Auch der Oberwagen wird von einem Liebherr Turbodiesel-Motor angetrieben. Es wird der 6-Zylinder-Motor vom Typ D936L A6 mit einer Leistung von 270 kW und einem maximalen Drehmoment von 1720 Nm eingesetzt. Dieser treibt verschiedene Hydraulikpumpen und -motoren für die unterschiedlichen Kranfunktionen an. Axialkolben-Verstellpumpen im geschlossenen Kreislauf sorgen für Heben, Drehen und das Verstellen der Gitterspitze. Für das Wippen und Teleskopieren werden Axialkolbenpumpen im offenen Kreislauf verwendet. Axialkolben-Verstellmotoren dienen den Hubantrieb.
Der LTM 11200 bietet neben der größten Tragfähigkeit auch den längsten Teleskopausleger weltweit, der für einen straßenfahrbaren Autokran derzeit verfügbar ist. Er erreicht dabei am Teleskopausleger eine Hakenhöhe von 100 m. Die maximale Systemhöhe des Krans mit aufgebauter Wippspitze liegt bei 195 m. Der Kran kann sowohl mit dem vierteiligen 55-m-Ausleger (Typ: T3) als auch mit dem achtteiligen Ausleger (Typ: T7) von 100 m Länge betrieben werden. Der T7-Ausleger besteht dabei aus acht Teilen, die vollautomatisch auf die benötigte Länge ausgefahren werden. Die vierteilige Version besteht aus dem Grundsegment und den unteren drei Ausschüben des langen T7-Auslegers. Auf dem dritten Ausschub ist über vier Ösen ein kurzer Gitterrohradapter angebolzt und darauf ein Rollenkopf befestigt. Durch Entfernen des Gitterrohradapters und Einbau der vier oberen Teleskopausschübe lässt sich der vierteilige Ausleger zum achtteiligen Ausleger mit 100 Meter Länge umrüsten.
Der Teleskopausleger kann zur Erweiterung seines Einsatzspektrums durch verschiedene Gitterverlängerungen ergänzt werden. Durch eine Y-Teleskopauslegerabspannung kann die Leistungsfähigkeit gerade beim Einsatz von Gittermastelementen weiter gesteigert werden.
Zum Straßentransport muss der Ausleger für beide Varianten demontiert werden, da das Grundgerät alleine 108 Tonnen wiegt und sonst die im Straßenverkehr erlaubte maximale Achslast von 12 t pro Achse überschritten würde.
Die Demontage geschieht ohne zusätzlichen Hilfskran. Der Ausleger ist dafür mit vier hydraulischen Teleskopstützen ausgestattet, mit denen er sich auf dem Boden abstützt. Danach kann der Ausleger vom Grundgerät getrennt werden und dieses unter dem aufgebockten Ausleger herausfahren. Die Wippzylinder bleiben dabei am Grundgerät. Zum Transport wird der Ausleger auf ein Transportfahrzeug, auf dem sich die speziellen Auslagersättel befinden, gesenkt. Die Y-Abspannung kann dabei am Ausleger bleiben. Das Transportgewicht beträgt je nach Version bis 104 Tonnen. Daher wird der 100-m-Mast in Deutschland meist nicht zusammen mit der Mastabspannung auf öffentlichen Straßen transportiert.
Technische Daten
Dort gibt es auch die folgenden pdf-Dateien: Prospekt, Technische Daten und die Traglasttabellen
Das Modell
In dem Paket waren gut verpackt der zusammengeschobene Ausleger und der Unterwagen als größere Teile und sieben größere Tüten. Alle Teile waren von den allermeisten Stützstrukturen befreit und die Ansatzpunkte der Stützstrukturen, waren so geschickt gewählt, dass sie meistens auf der Unterseite sind und gut durch Schleißen beseitigt werden können. In den größeren Tüten waren die Teile jeweils Baugruppenzusammengehörig - stellenweise in weiteren kleinen Tüten – verpackt. Die sieben Hauptgruppen sind:
Da bei solchen 3D-Druck-Bausätzen üblicherweise keine Anleitungen beiliegen, sind viele und gute Vorbildfotos sinnvoll, auch Bilder von Modellen (auch in anderen Maßstäben) sowie ein gutes Kombinationsvermögen, das bei mir aber bei den vielen Schrauben, Muttern und Hülsen schon mal an seine Grenzen stößt.
Der Unterwagen ist ein Teil, nur die Achshalterungen müssen extra angeklebt werden sowie die beweglichen Abstützungen aus einzelnen Teilen und montiert werden. Dazu sind Evergreen oder Plastruct Rundprofile für Hydraulikstempel nötig, die an die 3D-gedruckten Halteösen geklebt werden müssen. Dies ist auch bei weiteren Hydraulikstempeln nötig. Die Kabine mit sehr detaillierter Inneneinrichtung und freistehendem Lenkrad ist leider Bestandteil des Unterwagens, was die Lackierung deutlich erschwert. Für die Verglasung ist der Bastler auf Folien aus seinem Fundus angewiesen.
Der Oberwagen ist ebenfalls sehr detailliert und mit vielen beiliegenden Teilen zu ergänzen. Auch hier ist die Kabine mit Inneneinrichtung ein Teil. Der Halterungsarm der Oberwagenkabine liegt unbeweglich in drei Stellungen bei: unten, waagrecht und oben.
Auch der Oberwagen besteht aus sehr vielen Einzelteilen und es wird für das Kranseil etwas Eigenes benötigt. Ich greife auf das von Kranlab (wie bei der Besprechung des LTM1750-9.1 vorgestellt) zurück. Besonders gefallen haben mir die 10 Tonnen Gegengewichte, da sie mir freistehender Trittstange und detaillierten Haltenasen ausgestattet sind. Ähnliches gilt für die Y-Abspannung, die aus vielen Einzelteilen besteht und voll beweglich ist. Hier sind die beiliegenden Netzstreifen super für die Nachbildung der Abspannung zum Teleskopende, da sie sehr dem Original ähneln.
Der Ausleger besteht aus sechs Teilen. Das Grundelement und die nächsten drei Ausschübe für die Nachbildung der T3 Auslegerkonfiguration. Hierzu gibt es den passenden Rollenkopf zum Einstecken, statt zum Anbolzen wie im Original, was aber eine gute Lösung ist. Es gibt auch eine passende Abdeckung statt des Rollenkopfs. Die zwei weiteren Teleskopausschübe ergeben einen T5 Ausleger, den es so aber nicht gibt. Dies ist vermutlich ein Kompromiss bezüglich der Materialstärke der gedruckten Auslegerausschübe.
Der siebenachsige Masttransporter nach Nootenboom Vorbild hat sechs lenkbare Achsen, die den unterschiedlichen Einschlagwinkel gekonnt automatisch einstellen. Hier wir nur eine passende vierachsige Zugmaschine benötigt.
Bilder zusammengebaut von Klaas Talmann:
Mein Fazit:
Der 3D-Druckbausatz ist sehr detailliert und hat viel Potential für den Modellbauer, besonders für die Lackierung. Auch sind Herstellungsbedingt einige Nacharbeiten – Stützstrukturen entfernen, schleifen, bohren und etwas spachteln) und natürlich die Lackierung nötig.
Ich habe 200 Euro für den Kran, 30 Euro für den Masttransporter und 10,50 Euro für Porto gezahlt.
Aus meiner Sicht ein sehr fairer Preis für das Gebotene.
Fotos: Liebherr (Original), Thomas Walter, Klaas Talman (Gesamte Teileübersicht, zusammengebaut)
Die nächsten Liebherr Krane waren dann alle als Werbemodelle konzipierte Modelle aus Metall mit Kunststoffteilen und nicht komplett ausziehbaren Teleskopauslegern konzipiert, auch wenn einige dieser Ausleger dann von anderen Modellherstellern als Ergänzung herausgebracht wurden. Ausnahme ist der LTM 1300-6.2 von herpa als Kunststoffmodell mit komplett steckbarem Teleskopausleger.
Es gibt einige Modellvorstellungen dieser Krane hier auf mo87.de:
- Liebherr LTM 1300-6.2 von Herpa
- Liebherr LTM 1400-6.1 von WSI
- Liebherr LTM 1450-8.1 von IMC und Kranlab Zubehörteile
- Liebherr LTM1500-8.1 von Kranlab
- Liebherr LTM 1750-9.1 von WSI und Kranlab Zubehörteile
Das Vorbild
Liebherr stellte den neunachsigen LTM 11200-9.1 mit einer theoretischen maximalen Tragfähigkeit von 1200 Tonnen auf der BAUMA 2007 vor. Der Kran ist ein All-Terrain-Kran (AT-Kran), der sowohl auf der Straße als auch im Gelände fahren und arbeiten kann. Die Typenbezeichnung des Krans baut sich dabei wie folgt auf: LTM steht für Liebherr Teleskop Mobilkran, 1200, nach einer führenden 1 für die Produktreihe, für die Tragfähigkeit von 1200 t, und 9.1 für die 9 Achsen des Fahrgestells und die Versionsnummer 1.
Das Fahrgestell mit seinen 9 Achsen besitzt eine Hinterachslenkung, die geschwindigkeitsabhängig reagiert und auch aktiv lenkt. Sie lenkt dabei die Achsen 6 bis 9 elektrohydraulisch bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h. Zwischen 30 und 60 km/h werden die Achsen 6 und 7 auf Geradeauslauf gestellt und gesperrt, während die Achsen 8 und 9 aktiv mitlenken, ab 60 km/h wird die gesamte Hinterachslenkung auf Geradeauslauf gestellt. Damit erreicht das Fahrzeug für seine Größe ein gutes Fahrverhalten, Geländegängigkeit und einen engen Wendekreis. Als Antrieb des Unterwagens dient der Liebherr 8-Zylinder-Dieselmotor mit Turbolader vom Typ D9508 A7. Der Motor verfügt über eine Leistung von maximal 505 kW und überträgt sein Drehmoment von maximal 3000 Nm über ein Automatikgetriebe auf die Achsen 1, 2, 4 und 5. Zur Abstützung des LTM 11200 werden vier Schwenkholme hydraulisch ausgeklappt und ausgefahren. Sie bilden so ein X. Das Abstützen und die Niveaueinstellung erfolgen ebenfalls hydraulisch.
Auch der Oberwagen wird von einem Liebherr Turbodiesel-Motor angetrieben. Es wird der 6-Zylinder-Motor vom Typ D936L A6 mit einer Leistung von 270 kW und einem maximalen Drehmoment von 1720 Nm eingesetzt. Dieser treibt verschiedene Hydraulikpumpen und -motoren für die unterschiedlichen Kranfunktionen an. Axialkolben-Verstellpumpen im geschlossenen Kreislauf sorgen für Heben, Drehen und das Verstellen der Gitterspitze. Für das Wippen und Teleskopieren werden Axialkolbenpumpen im offenen Kreislauf verwendet. Axialkolben-Verstellmotoren dienen den Hubantrieb.
Der LTM 11200 bietet neben der größten Tragfähigkeit auch den längsten Teleskopausleger weltweit, der für einen straßenfahrbaren Autokran derzeit verfügbar ist. Er erreicht dabei am Teleskopausleger eine Hakenhöhe von 100 m. Die maximale Systemhöhe des Krans mit aufgebauter Wippspitze liegt bei 195 m. Der Kran kann sowohl mit dem vierteiligen 55-m-Ausleger (Typ: T3) als auch mit dem achtteiligen Ausleger (Typ: T7) von 100 m Länge betrieben werden. Der T7-Ausleger besteht dabei aus acht Teilen, die vollautomatisch auf die benötigte Länge ausgefahren werden. Die vierteilige Version besteht aus dem Grundsegment und den unteren drei Ausschüben des langen T7-Auslegers. Auf dem dritten Ausschub ist über vier Ösen ein kurzer Gitterrohradapter angebolzt und darauf ein Rollenkopf befestigt. Durch Entfernen des Gitterrohradapters und Einbau der vier oberen Teleskopausschübe lässt sich der vierteilige Ausleger zum achtteiligen Ausleger mit 100 Meter Länge umrüsten.
Der Teleskopausleger kann zur Erweiterung seines Einsatzspektrums durch verschiedene Gitterverlängerungen ergänzt werden. Durch eine Y-Teleskopauslegerabspannung kann die Leistungsfähigkeit gerade beim Einsatz von Gittermastelementen weiter gesteigert werden.
Zum Straßentransport muss der Ausleger für beide Varianten demontiert werden, da das Grundgerät alleine 108 Tonnen wiegt und sonst die im Straßenverkehr erlaubte maximale Achslast von 12 t pro Achse überschritten würde.
Die Demontage geschieht ohne zusätzlichen Hilfskran. Der Ausleger ist dafür mit vier hydraulischen Teleskopstützen ausgestattet, mit denen er sich auf dem Boden abstützt. Danach kann der Ausleger vom Grundgerät getrennt werden und dieses unter dem aufgebockten Ausleger herausfahren. Die Wippzylinder bleiben dabei am Grundgerät. Zum Transport wird der Ausleger auf ein Transportfahrzeug, auf dem sich die speziellen Auslagersättel befinden, gesenkt. Die Y-Abspannung kann dabei am Ausleger bleiben. Das Transportgewicht beträgt je nach Version bis 104 Tonnen. Daher wird der 100-m-Mast in Deutschland meist nicht zusammen mit der Mastabspannung auf öffentlichen Straßen transportiert.
Technische Daten
- Gesamtbreite: 3,00 m
- Gesamtlänge: 19,939 m
- Transporthöhe: 4,00 m
- Gesamthöhe: mit Wippspitze bis 188 m (Hakenhöhe: bis 184 m)
- Gesamtgewicht: 108 t fahrbereit
- Antrieb / Lenkung: 18 × 8 × 18
- Fahrgeschwindigkeit: bis 75 km/h
- Max. Traglast bei Ausladung: 1200 t bei 2,5 m Radius
- Teleskopausleger: achtteilig, von 18,3 bis 100 Meter Hakenhöhe ausfahrbar
- Länge Gitterspitze: 24–126 Meter
- Motor Fahrgestell
- Type: Liebherr D9508 A7, 8-Zylinder-Turbodiesel
- Leistung: 500 kW (680 PS) und 3.000 Nm
- Motor Oberwagen
- Motortyp Oberwagen: Liebherr D936L A6, 6-Zylinder-Turbodiesel
- Leistung: 270 kW (367 PS) und 1.720 Nm
- Gesamtballast: 202 t; zusammengesetzt aus der Grundplatte mit 22 t, 16 zentralen Ballastteilen mit je 10 t und 4 Seitenteilen mit je 5 t
Dort gibt es auch die folgenden pdf-Dateien: Prospekt, Technische Daten und die Traglasttabellen
Das Modell
In dem Paket waren gut verpackt der zusammengeschobene Ausleger und der Unterwagen als größere Teile und sieben größere Tüten. Alle Teile waren von den allermeisten Stützstrukturen befreit und die Ansatzpunkte der Stützstrukturen, waren so geschickt gewählt, dass sie meistens auf der Unterseite sind und gut durch Schleißen beseitigt werden können. In den größeren Tüten waren die Teile jeweils Baugruppenzusammengehörig - stellenweise in weiteren kleinen Tüten – verpackt. Die sieben Hauptgruppen sind:
- die Reifen, Felgen und Achshalterungen,
- der Oberwagen,
- das Gegengewicht,
- die Y-Abspannung,
- der T3-Rollenkopf mit Rollen und Kleinteilen,
- die Stützen für die Auslegermontage
Da bei solchen 3D-Druck-Bausätzen üblicherweise keine Anleitungen beiliegen, sind viele und gute Vorbildfotos sinnvoll, auch Bilder von Modellen (auch in anderen Maßstäben) sowie ein gutes Kombinationsvermögen, das bei mir aber bei den vielen Schrauben, Muttern und Hülsen schon mal an seine Grenzen stößt.
Der Unterwagen ist ein Teil, nur die Achshalterungen müssen extra angeklebt werden sowie die beweglichen Abstützungen aus einzelnen Teilen und montiert werden. Dazu sind Evergreen oder Plastruct Rundprofile für Hydraulikstempel nötig, die an die 3D-gedruckten Halteösen geklebt werden müssen. Dies ist auch bei weiteren Hydraulikstempeln nötig. Die Kabine mit sehr detaillierter Inneneinrichtung und freistehendem Lenkrad ist leider Bestandteil des Unterwagens, was die Lackierung deutlich erschwert. Für die Verglasung ist der Bastler auf Folien aus seinem Fundus angewiesen.
Der Oberwagen ist ebenfalls sehr detailliert und mit vielen beiliegenden Teilen zu ergänzen. Auch hier ist die Kabine mit Inneneinrichtung ein Teil. Der Halterungsarm der Oberwagenkabine liegt unbeweglich in drei Stellungen bei: unten, waagrecht und oben.
Auch der Oberwagen besteht aus sehr vielen Einzelteilen und es wird für das Kranseil etwas Eigenes benötigt. Ich greife auf das von Kranlab (wie bei der Besprechung des LTM1750-9.1 vorgestellt) zurück. Besonders gefallen haben mir die 10 Tonnen Gegengewichte, da sie mir freistehender Trittstange und detaillierten Haltenasen ausgestattet sind. Ähnliches gilt für die Y-Abspannung, die aus vielen Einzelteilen besteht und voll beweglich ist. Hier sind die beiliegenden Netzstreifen super für die Nachbildung der Abspannung zum Teleskopende, da sie sehr dem Original ähneln.
Der Ausleger besteht aus sechs Teilen. Das Grundelement und die nächsten drei Ausschübe für die Nachbildung der T3 Auslegerkonfiguration. Hierzu gibt es den passenden Rollenkopf zum Einstecken, statt zum Anbolzen wie im Original, was aber eine gute Lösung ist. Es gibt auch eine passende Abdeckung statt des Rollenkopfs. Die zwei weiteren Teleskopausschübe ergeben einen T5 Ausleger, den es so aber nicht gibt. Dies ist vermutlich ein Kompromiss bezüglich der Materialstärke der gedruckten Auslegerausschübe.
Der siebenachsige Masttransporter nach Nootenboom Vorbild hat sechs lenkbare Achsen, die den unterschiedlichen Einschlagwinkel gekonnt automatisch einstellen. Hier wir nur eine passende vierachsige Zugmaschine benötigt.
Bilder zusammengebaut von Klaas Talmann:
Mein Fazit:
Der 3D-Druckbausatz ist sehr detailliert und hat viel Potential für den Modellbauer, besonders für die Lackierung. Auch sind Herstellungsbedingt einige Nacharbeiten – Stützstrukturen entfernen, schleifen, bohren und etwas spachteln) und natürlich die Lackierung nötig.
Ich habe 200 Euro für den Kran, 30 Euro für den Masttransporter und 10,50 Euro für Porto gezahlt.
Aus meiner Sicht ein sehr fairer Preis für das Gebotene.
Fotos: Liebherr (Original), Thomas Walter, Klaas Talman (Gesamte Teileübersicht, zusammengebaut)