Der Peugeot 204 wurde 1965 vorgestellt und war ein Meilenstein: Die von Pininfarina gestaltete Limousine war der erste Peugeot mit quer eingebautem Motor und Frontantrieb. Ihr zur Seite gestellt wurden 1966/67 ein Kombi sowie ein elegantes Coupe und das Cabriolet, das bei dieser Betrachtung im Mittelpunkt steht. Aus dem 204 wurde auch die 304er Reihe abgeleitet, die eine an den 504er angepaßte Front, ein neu gestaltetes Heck und größere Motoren bekam. Der 204er war von 1969 bis 1971 das meistverkaufte Auto in Frankreich.
Ein Modell im Maßstab 1:86 gab es, parallel zum Vorbild, von Norev. Im Zuge der Wiederauflagen aus alten Formen bekam es in den 1990ern eine Innenausstattung, wurde lackiert und bedruckt. Es wirkt charmant, ist aber aus heutiger Perspektive nicht mehr wirklich ernst zu nehmen. Auf Basis dieses Oldtimers entstanden in kleinen Serien Kombi, Coupé und Cabriolet aus Resin, z.B. von Martin Fredrich Modelle.
Vor 20 Jahren gab es den Peugeot 204 im Rahmen der Kiosk-Serie „L'âge d'or des voitures françaises“ von Universal Hobbies. Verglichen mit dem ersten Norev war das Modell mit seiner Metallkarosserie qualitativ ein Quantensprung, wenngleich es aus heutiger Sicht nicht wirklich überzeugt. Es wirkt hochbeinig, die Stoßstangen zu wuchtig und die Seitenlinie zumindest im unteren Bereich verzogen. Auch die Passung des Frontgrills überzeugt nicht. Genau dieses Modell wurde später in leicht veränderter Aufmachung wieder von Norev vertrieben. Auch ein Peugeot 304 war Bestandteil der Kioskserie.
Das bislang beste Modell der Peugeot 204 Limousine liefert SAI. Das Kunststoffmodell wirkt recht filigran und hochdetailliert. Lediglich der Chromrahmen auf Front- und Heckscheibe erscheint nicht optimal gelöst. Trotzdem ist es einer der Maßstäbe, an dem sich die Neuheit von Brekina messen kann. Weitere Vergleichsmodelle sind das aus dem ersten Norev-Modell abgeleitete 204 Cabriolet von MFM sowie das 304 Cabriolet von JMK, das mit dem Coupe noch einen Bruder hat.
In der ersten Auflage bietet Brekina den offenen 204er in weiß und rot an. Das goldene Exemplar erinnert ein wenig an ein aus einer TV-Serie bekanntes Exemplar, bei den es sicher aber genau betrachtet um einen 304er handelt.
Auf den ersten Blick überzeugt das Cabriolet mit guten Proportionen und schönen Details, lediglich die Oberflächenqualität erscheint nicht ganz 100%.
Aber gehen wir in Ruhe um das Modell herum und schauen genauer hin:
Die Abmessungen halten auch der Prüfung mit der Schieblehre stand, sogar die Größe der Felgen geht in Ordnung. Der Grill ist sauber separat eingesetzt und die silbernen Streben auf schwarzem Untergrund fein abgesetzt. Die transparenten Scheinwerfer sind vollflächig silbern hinterlegt, ohne sichtbare Haltezapfen. Die dünn verchromten Stoßstangen sind separat angesetzt, auf eine bedruckte Gummileiste wurde verzichtet. Seitliche Zierleisten trägt das Modell im unteren Bereich. Diese Ausstattung scheint dem Präsentationsjahrgang 1967 zu entsprechen, worauf auch die nicht vorhandenen Kopfstützen verweisen. Dadurch kann die Karosserie ihre volle Eleganz entfalten. Abgesehen von einer kleinen Unsauberkeit oberhalb der Frontscheinwerfer wird die Pininfarina-Linie im Modell nicht durch unschöne Formtrennungen gestört. Großes Kompliment an den Formenbauer!
Auf der Fahrerseite gibt es einen filigranen Außenspiegel. Ein schönes Detail findet sich an den Türen: Schloss und verchromter Drücker sind separat ausgeführt. An der Karosse finden sich weitere gesilberte Details, die allesamt korrekt getroffen sind. Die Felgen sind zweifarbig gestaltet, außen grau und innen mit einem Chromdeckel. Die Löcher sind nicht ganz korrekt, aber das ist eine Beobachtung auf allerhöchster Ebene. Die Rücklichter sind Teil der Karosse, die Leuchtenkammern und der umlaufenden Chromrahmen wurden sauber aufgedruckt. Unter dem Abschlußblech kann man die Ausformung für das Reserverat sowie einen dünnen Auspuff erkennen.
Die stabile Frontscheibe ist sehr filigran ausgeführt und von einem umlaufenden Chromrahmen eingefasst. Auf der dünnen Säule drum herum war sogar noch Platz für ein winziges Stück Wagenfarbe. Darüber hinaus sind die in der Farbe des Interieurs gehaltenen Sonnenblenden ebenso Bestandteil. Einen Innenspiegel gibt es leider nicht. Das Armaturenbrett ist ein wenig zu groß, meint: zu hoch, dadurch gibt es zu wenig Fussraum. Das Lenkrad mit dem dünnen Kranz wirkt minimal zu groß. Es gibt sogar farblich abgesetzte Türverkleidungen, allerdings ohne weitere Gravuren. Der Faltenwurf der Sitze paßt ebenso wie der der Verdeckabdeckung.
Das Peugeot 204 Cabriolet von Brekina ist ein wunderschönes Modell geworden, bei dem selbst der größte Kritiker lange suchen muß, um Fehler zu finden. Lackierung und Verglasung tragen leider kleinere Schlieren und Unsauberkeiten, die unter der Lupe erkennbar werden. Das konnte Brekina schon besser. Ansonsten erinnert das Peugeot 204 Cabriolet an die glamouröse Starmada-Qualität. Mit anderen Worten: Beaucoup d’éloges! Ich freue mich schon auf das Coupé, das Brekina über SAI bereits angekündigt hat.
Abb. (v. li. n. re.): Brekina-Modelle in Heckansicht # Peugeot 204 (Brekina) und 304 Cabriolet (JMK) - Heckansichten # Peugeot 204 (Brekina) und 304 Cabriolet (JMK) - Heckansichten # Brekina 204 Cabriolet mit 204 Limousine von SAI und 304 Cabriolet von JMK # Goldenes Cabriolet von Brekina mit dem 204 Cabriolet von MFM
Schlaglichter auf die Modell-Historie – Ergänzende Bilder
Abb. (v. li. n. re.): Peugeot 204 von SAI und Universal Hobbies/Norev (das orangene Modell wurde teilentlackt und tiefergelegt) # Peugeot 204 Cabrio, Coupé und Kombi von Martin Fredrich Modelle # Peugeot 304 Limousine von Universal Hobbies/Norev und Kombi von JMK # Peugeot 304 Coupé und Cabriolet von JMK
Ein Modell im Maßstab 1:86 gab es, parallel zum Vorbild, von Norev. Im Zuge der Wiederauflagen aus alten Formen bekam es in den 1990ern eine Innenausstattung, wurde lackiert und bedruckt. Es wirkt charmant, ist aber aus heutiger Perspektive nicht mehr wirklich ernst zu nehmen. Auf Basis dieses Oldtimers entstanden in kleinen Serien Kombi, Coupé und Cabriolet aus Resin, z.B. von Martin Fredrich Modelle.
Vor 20 Jahren gab es den Peugeot 204 im Rahmen der Kiosk-Serie „L'âge d'or des voitures françaises“ von Universal Hobbies. Verglichen mit dem ersten Norev war das Modell mit seiner Metallkarosserie qualitativ ein Quantensprung, wenngleich es aus heutiger Sicht nicht wirklich überzeugt. Es wirkt hochbeinig, die Stoßstangen zu wuchtig und die Seitenlinie zumindest im unteren Bereich verzogen. Auch die Passung des Frontgrills überzeugt nicht. Genau dieses Modell wurde später in leicht veränderter Aufmachung wieder von Norev vertrieben. Auch ein Peugeot 304 war Bestandteil der Kioskserie.
Das bislang beste Modell der Peugeot 204 Limousine liefert SAI. Das Kunststoffmodell wirkt recht filigran und hochdetailliert. Lediglich der Chromrahmen auf Front- und Heckscheibe erscheint nicht optimal gelöst. Trotzdem ist es einer der Maßstäbe, an dem sich die Neuheit von Brekina messen kann. Weitere Vergleichsmodelle sind das aus dem ersten Norev-Modell abgeleitete 204 Cabriolet von MFM sowie das 304 Cabriolet von JMK, das mit dem Coupe noch einen Bruder hat.
In der ersten Auflage bietet Brekina den offenen 204er in weiß und rot an. Das goldene Exemplar erinnert ein wenig an ein aus einer TV-Serie bekanntes Exemplar, bei den es sicher aber genau betrachtet um einen 304er handelt.
Auf den ersten Blick überzeugt das Cabriolet mit guten Proportionen und schönen Details, lediglich die Oberflächenqualität erscheint nicht ganz 100%.
Aber gehen wir in Ruhe um das Modell herum und schauen genauer hin:
Die Abmessungen halten auch der Prüfung mit der Schieblehre stand, sogar die Größe der Felgen geht in Ordnung. Der Grill ist sauber separat eingesetzt und die silbernen Streben auf schwarzem Untergrund fein abgesetzt. Die transparenten Scheinwerfer sind vollflächig silbern hinterlegt, ohne sichtbare Haltezapfen. Die dünn verchromten Stoßstangen sind separat angesetzt, auf eine bedruckte Gummileiste wurde verzichtet. Seitliche Zierleisten trägt das Modell im unteren Bereich. Diese Ausstattung scheint dem Präsentationsjahrgang 1967 zu entsprechen, worauf auch die nicht vorhandenen Kopfstützen verweisen. Dadurch kann die Karosserie ihre volle Eleganz entfalten. Abgesehen von einer kleinen Unsauberkeit oberhalb der Frontscheinwerfer wird die Pininfarina-Linie im Modell nicht durch unschöne Formtrennungen gestört. Großes Kompliment an den Formenbauer!
Auf der Fahrerseite gibt es einen filigranen Außenspiegel. Ein schönes Detail findet sich an den Türen: Schloss und verchromter Drücker sind separat ausgeführt. An der Karosse finden sich weitere gesilberte Details, die allesamt korrekt getroffen sind. Die Felgen sind zweifarbig gestaltet, außen grau und innen mit einem Chromdeckel. Die Löcher sind nicht ganz korrekt, aber das ist eine Beobachtung auf allerhöchster Ebene. Die Rücklichter sind Teil der Karosse, die Leuchtenkammern und der umlaufenden Chromrahmen wurden sauber aufgedruckt. Unter dem Abschlußblech kann man die Ausformung für das Reserverat sowie einen dünnen Auspuff erkennen.
Die stabile Frontscheibe ist sehr filigran ausgeführt und von einem umlaufenden Chromrahmen eingefasst. Auf der dünnen Säule drum herum war sogar noch Platz für ein winziges Stück Wagenfarbe. Darüber hinaus sind die in der Farbe des Interieurs gehaltenen Sonnenblenden ebenso Bestandteil. Einen Innenspiegel gibt es leider nicht. Das Armaturenbrett ist ein wenig zu groß, meint: zu hoch, dadurch gibt es zu wenig Fussraum. Das Lenkrad mit dem dünnen Kranz wirkt minimal zu groß. Es gibt sogar farblich abgesetzte Türverkleidungen, allerdings ohne weitere Gravuren. Der Faltenwurf der Sitze paßt ebenso wie der der Verdeckabdeckung.
Das Peugeot 204 Cabriolet von Brekina ist ein wunderschönes Modell geworden, bei dem selbst der größte Kritiker lange suchen muß, um Fehler zu finden. Lackierung und Verglasung tragen leider kleinere Schlieren und Unsauberkeiten, die unter der Lupe erkennbar werden. Das konnte Brekina schon besser. Ansonsten erinnert das Peugeot 204 Cabriolet an die glamouröse Starmada-Qualität. Mit anderen Worten: Beaucoup d’éloges! Ich freue mich schon auf das Coupé, das Brekina über SAI bereits angekündigt hat.
Abb. (v. li. n. re.): Brekina-Modelle in Heckansicht # Peugeot 204 (Brekina) und 304 Cabriolet (JMK) - Heckansichten # Peugeot 204 (Brekina) und 304 Cabriolet (JMK) - Heckansichten # Brekina 204 Cabriolet mit 204 Limousine von SAI und 304 Cabriolet von JMK # Goldenes Cabriolet von Brekina mit dem 204 Cabriolet von MFM
Schlaglichter auf die Modell-Historie – Ergänzende Bilder
Abb. (v. li. n. re.): Peugeot 204 von SAI und Universal Hobbies/Norev (das orangene Modell wurde teilentlackt und tiefergelegt) # Peugeot 204 Cabrio, Coupé und Kombi von Martin Fredrich Modelle # Peugeot 304 Limousine von Universal Hobbies/Norev und Kombi von JMK # Peugeot 304 Coupé und Cabriolet von JMK
Text und Fotos: Jens Müller