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Bericht
von Tobias Voss am Dienstag 30. Juni 2026, 18:20
Kurz vorgestellt: US-Autotransporter von Brekina
Autotransporter wecken schon seit Jahren eine so große Faszination bei den Sammlern, dass Wiking schon 1957 den ersten Pkw-Transporter mit Rampe konstruiert und als Neuheit ankündigte. In den späteren Jahren kamen dann modernere Fahrzeuge als Kombination aus Zugmaschine und Anhänger sowohl von Wiking wie auch Herpa in den Handel. Konstruiert und auf den Markt gebracht wurden dabei immer deutsche oder zumindest europäische Fahrzeuge, unter anderem von Kässbohrer.

Auch Brekina wollte für seine US-amerikanischen Zugmaschinen einen entsprechenden Transportauflieger im Programm haben und hatte dafür einen entsprechenden Auflieger konstruiert und Anfang 2026 erstmalig ausgeliefert. Grund genug, sich diesen heute mit ein wenig Verspätung einmal genauer anzuschauen.

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Der Pkw-Transportauflieger kann selbstverständlich mit allen US-amerikanischen Zugmaschinen kombiniert werden und liegt mir in mittlerweile zwei verschiedenen Farbvarianten vor, nachvollziehbarerweise gezogen von zwei unterschiedlichen Zugmaschinen. Vorweg erst einmal die wichtigste Frage, wer hat das Vorbild für diesen Auflieger eigentlich gebaut?

Eine Antwort darauf ist letztlich gar nicht so einfach, denn der Auflieger ist eine reine Kopie des in den 1980er-Jahren von der Firma Revell im Maßstab 1:25 entwickelten Modells, hier hat es sich Brekina mit der Hintergrundrecherche also irgendwie recht einfach gemacht ...

Eine Internet-Recherche in einem Facebook-Forum führte zu der Erkenntnis, dass das Modell kein hundertprozentiges Vorbild hat, aber an den Typ Stinger des Herstellers Williams Manufacturer angelehnt ist. Mittlerweile scheint die Firma Williams aber auch durch die Firma Cottrell aus Gainesville übernommen zu sein, zumindest werden die Autotransporter vom Typ Stinger auf deren Homepage beworben.

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Der doppelachsige Auflieger kann auf zwei verschiedenen Transporteben sechs normalgroße bzw. acht kleinere Autos transportieren. Da das Modell in typischer Brekina-Philosophie unbeweglich gehalten ist, stellt sich zumindest die Beladung des unteren Fahrzeugdecks als nicht so ganz einfach dar. Hilfreich für die Beladung des unteren Fahrzeugdeck ist es, dass die oberen Elemente mit ein wenig Durchsetzungsvermögen entfernt werden können.

Mit dem Pkw-Transportauflieger kommt noch eine Auffahrrampe, die an der unteren Ebene am Heck angesetzt werden kann, um einen Beladevorgang simulieren zu können. Möchte man den Auflieger beladen darstellen, so wird man nicht umhinkommen, die zu transportierenden Modelle mit Kleber zu fixieren, da sie sonst nicht an der gewünschten Position bleiben werden.

Im vorderen Bereich des Aufliegers ist ein Werbeschild dargestellt, auf dem eine Werbung für den Besitzer oder die transportierten Fahrzeuge angebracht werden kann, bei dem blauen Modell findet sich dort der Hinweis Shelby und Daytona Cobra, das neutrale Modell hat dort keine Beschriftung.

Am Heck des Aufliegers befindet sich noch die silberne Abschlussblende, die mit jeweils zwei rotbedruckten Rückleichten sowie drei in der Mitte liegenden Positionsleuchten versehen ist. Die Positions- und Rückleuchten haben einen verchromten Rahmen erhalten. Seitlich befinden sich jeweils zwei übereinanderliegende orangefarbig bedruckte Positionsleuchten.

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Bei meiner Suche nach dem Hersteller des Vorbildfahrzeuges kam schnell die Diskussion auf, ob ein Ford C vor so einem Auflieger wirklich vorbildgerecht ist. Während einige Teilnehmer dieses vehement verneinten, konnten andere aber (teilweise aus eigener Fahrerfahrung) belegen, dass diese Kombination grundsätzlich möglich, wenn auch nicht unbedingt beliebt war.

Durch die grundsätzliche Machart des Aufliegers ist ein Einsatz in Europa nicht wirklich wahrscheinlich, aber in meinen Augen auch nicht generell ausgeschlossen, wenn einige Anpassungen besonders an dem hinteren Abschlussbleich und den vorhandenen Lampen erfolgen. Durch die recht weit herunterreichende untere Ladeebene ist die Verwendung eines seitlichen Unterfahrschutzes auch eher nicht notwendig.

Wie die beiden anderen Auflieger nach US-amerikanischem Muster von Brekina ergänzt auch dieser neue Auflieger die anderem Auflieger in unserem Maßstab hervorragend. Einzig die weiterhin fehlende Qualitätskontrolle führt teilweise dazu, dass der Auflieger eher hinter der Zugmaschine herumeiert als vernünftig rollt. Aber das sind wir ja leider von Brekina auch nicht anders mehr gewohnt.

Fotos: Tobias Voss

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