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von Mo87-History am Freitag 28. August 2026, 13:53
Modellvorstellung: Citroën H von Oxford Diecast - reloaded
Diese Modellvorstellung ist eine ältere Modellvorstellung, die seit einiger Zeit offiziell nicht mehr abrufbar war. Durch Foren-Updates und Serverwartungen konnten ältere Berichte nicht mehr übertragen werden. Nach und nach werden wir die Modellvorstellungen in dieser Rubrik wieder zugänglich machen und versuchen, die Berichte den ursprünglichen Autoren zuzuordnen. Außerdem versuchen wir, die Berichte mit größeren Bildern aufzufrischen, sofern die Originalbilder noch vorliegen. Die Berichte entsprechen dem Stand der "Drucklegung" und werden nicht um Varianten ergänzt, die seitdem erschienen sind. Die Modellvorstellungen sind insgesamt genauso als Retrospektive zu betrachten wie etwaig genannte Preise (UVP). Seid gespannt auf mehr. Aktuelle Modellvorstellungen und sämtliche Reloads findet Ihr im Inhaltsverzeichnis - sortiert nach Automarken - wieder.

Die Modellvorstellung des Citroën H von Oxford Diecast ist erstmals am 06.10.2019 auf der Hauptseite von mo87 veröffentlicht worden. Nach Modell von Praliné bzw. Busch und dem von Wiking erschien eine weitere Neukonstruktion von Oxford Diecast, die allerdings für den Maßstab 1:76 angeboten wird. Interessanterweise erwies sich das Modell bereits auf den ersten Blick als deutlich kleiner, so dass genauer hingeschaut wurde. Auf Modelle von EKO oder Norev alt wurde in dieser Berichterstattung (besser) verzichtet. Einen Blick auf Wiking, Norev und Busch gibt es hier.


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Wenn man an britische Modellauto-Hersteller denkt, fällt den meisten Sammlern sofort Oxford Diecast ein. Die Marke ist auf dem Festland längst keine Unbekannte mehr, da sie neben ihrem traditionellen 1:76-Programm (00) auch echte 1:87-Miniaturen für den H0-Markt auf den Markt bringt. Manchmal sorgt die Sortimentspolitik der Briten dabei für echte Überraschungen im Fuhrpark, bei denen die Verpackung und der tatsächliche Inhalt auf den ersten Blick nicht ganz zusammenpassen wollen.

Fast unbemerkt hat die britische Firma Oxford Diecast im Laufe dieses Jahres eine Miniatur für ihr 1:76-Programm herausgebracht, die deutlich besser zum 1:87-Programm des Herstellers passen würde. Warum das so ist, verrät der Bericht über diese weitere Interpretation des Citroën Typ H, der bei Oxford als Verkaufswagen vorfährt. Der legendäre französische Wellblech-Transporter gehört zweifellos zu den am meisten miniaturisierten Nutzfahrzeugen überhaupt, egal welchen Maßstabs. Das wäre auch für den Maßstab 1:76 nett gewesen, aber seht selbst ...

Ein klein wenig zum Vorbild:

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Als Nachfolger des wenig erfolgreichen TUB entwickelte Citroën den Typ H (phonetisch „Asch“). Einzig ökonomische und technische Aspekte spielten bei seiner Entwicklung nach dem Prinzip "Form folgt Funktion" eine Rolle. Produziert wurde das so entstandene Raumwunder zwischen 1948 und 1981. In diesen 33 Jahren avancierte die "Wellblechhütte auf Rädern" zu einem der auf Frankreichs Straßen am weitesten verbreiteten Kleintransporter. Noch heute finden sich Fahrzeuge dieser Baureihe im täglichen Einsatz und auch als Oldtimer ist er (oder französisch eher „sie“) sehr beliebt.

Der Citroën Typ H wurde ab Werk nur in einer Karosserieform, aber mit verschiedenen Nutzlasten gebaut; abhängig davon trug er verschiedene Typenbezeichnungen (H, HY, HX, HW und HZ). Das oben abgebildete Vorbild ist ein HY mit 1,5 Tonnen maximaler Zuladung. Der Transporter besteht aus einer selbsttragenden Karosserie aus gewelltem Blech und weist dank eines raumsparenden Fahrwerks eine Ladekantenhöhe von nur 0,35 Metern auf. Eingebaut wurden zu Beginn der Motor und das Getriebe vom Citroën Traction Avant, später wurden die entsprechenden Teile des Citroën DS verwendet. Der Citroën Typ H ist insgesamt 4,26 Meter lang, 1,99 Meter breit und 2,30 Meter hoch.

Zu den Modellen:

Im Maßstab 1:87 gibt es bereits Modelle des Citroën Typ H von Busch, Norev (Edition Atlas) und Wiking (wir berichteten über allw). Nun also auch von Oxford Diecast. Obwohl halt, das Modell von Oxford ist ja als 1:76-Modell angekündigt und ausgeliefert. Warum stelle ich das denn überhaupt bei mo87.de vor? Immerhin werden hier nur Modelle des Maßstab 1:87 gezeigt.

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Abb.: Wiking (links), Oxford Diecast (mitte), Pralnié/Busch (rechts)

Das lässt sich ganz einfach erklären, wir brauchen nur einen Blick auf die jeweiligen Maße der Hauptansichten der Modelle von Wiking und Oxford werfen:

Vorbild 1:87 Wiking Oxford
Länge 4.260 mm 49,0 mm 49,8 mm 50,4 mm
Breite 1.990 mm 22,9 mm 22,4 mm 23,7 mm
Höhe 2.300 mm 26,4 mm 26,3 mm 26,4 mm

Die obige Tabelle zeigt ganz deutlich, dass sowohl das Modell von Wiking als auch das Neue von Oxford recht exakt im Maßstab 1:87 nachgebildet wurden. Die maximal 1,4 mm großen Abweichungen sind in meinen Augen zu vernachlässigen und liegen möglicherweise auch an meiner nicht ganz ausgefeilten Messtechnik. Mir liegen zwei verschiedene Modelle von Oxford vor, die eine Sonderlackierung besitzen und nach Vorbildern entstanden sind, die durch den bekannten britischen Koch Jamie Oliver betrieben werden.

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Die komplett aus Metall gefertigten und anschließend lackierten sowie bedruckten Modelle von Oxford Diecast werden durch zwei Schrauben zusammengehalten und lassen sich daher auch problemlos demontieren. Allerdings zeigt der Blick ins Innere des Verkaufsraumes die doch ziemlich massive Verbindung zwischen Dach und Chassis. Wie auch bei den beiden Verkaufsfahrzeugen von Busch und Wiking wurde die Verkaufsöffnung an der linken Fahrzeugseite eingebaut, jedoch ist sie hier fest am Dach des Fahrzeuges montiert und daher nicht beweglich. In den Fahrzeugen ist eine stilisierte Inneneinrichtung zu finden, die einem Verkaufsfahrzeug nachgebildet ist. Für beide Fahrzeuge wurden unterschiedliche Details entwickelt, so hat der Eiswagen zwei Eiswaffeln neben der A-Säule wohingegen der zweite ein Reklameschild auf dem Dach besitzt.

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Sämtliche Gravuren sind vorhanden, teilweise jedoch, wie bei sehr vielen Metallmodellen, durch eine recht dicke Lackierung überdeckt. Die Grundlackierung ist ordentlich ausgeführt, bei den weiteren farblichen Absetzungen lässt sich leider feststellen, dass die Lackierungen und Drucke nicht immer mit der nötigen Sorgfalt ausgeführt wurden und daher etwas ausgefranst wirken. Besonders beim Betrachten der (deutlich vergrößernden) Fotos ist das auffällig, im normalen Betrachtungsabstand der Modelle ist es nicht ganz so schlimm.

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Im direkten Vergleich zwischen dem unlackierten Wiking und den lackierten Oxfords sind daher auch die Detailgravuren deutlich schlechter erkennbar. Es wäre daher sehr interessant zu sehen, wie ein entlackter Oxford sich gegenüber einem Wiking schlagen würde.

Mein Fazit:

Auch wenn ich kein Freund von Doppelentwicklungen in unserem Maßstab bin, so gefallen mir die Modelle ausgesprochen gut und ich habe den Kauf nicht bereut. Durch die sehr schöne Bedruckung und die bei beiden Fahrzeugen unterschiedlichen Details bilden die Fahrzeuge in jeder Sammlung einen ansprechenden Farbtupfer. Auch auf einer Modelleisenbahn oder einem Diorama sind diese Fahrzeuge sehr interessante Blickfänger.

Bestellnummern:
  • 76CIT001 - Citroën H Catering Van Jamie’s Italian Ices
  • 76CIT002 — Citroën H Catering Van Jamie Oliver at Gatwick
  • 76CIT003 - Citroën H Catering Van Coca Cola
  • 76CIT004 - Citroën H Catering Van Glorias Blooms (angekündigt)
  • 76CIT005 - Citroën H Catering Van Fish & Chips (angekündigt)

Text und Fotos: Tobias Voss; Fotos (4, mit Praliné/Busch): Thomas Leuchtmann

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