Die Modellvorstellung des VW Crafter RTW mit WAS-Koffer von Rietze ist erstmals am 23.03.2009 auf der Hauptseite von mo87 veröffentlicht worden. Koffer-RTW hatten sich mittlerweile durchgesetzt. Modellhersteller wie auch Rietze blieben am Ball und realisierten solche alltäglichen Fahrzeuge - freilich inkl. eine gefühlt unendlich großen Variantenzahl.
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Eine Modellvorstellung von Tobias Voss
Vor einigen Wochen lieferte Rietze die ersten beiden VW Crafter Koffer-RTW mit Wietmarscher-Aufbau an den Fachhandel. Während der Koffer vom Sprinter bereits seit Ende 2006 bekannt ist, stellt der Kleintransporter von VW eine Neuentwicklung dar.
Ende Dezember 2008 erweiterte Rietze die Variantenvielfalt des Rettungswagens mit Wietmarscher-Kofferaufbau um ein neues Trägerfahrzeug. Seit diesem Zeitpunkt gibt es auch den aktuellen VW Crafter als Rettungswagen.
Der Aufbau ist mit all seinen bekannten Licht- und Schattenseiten (wie am Beispiel des Rietze-Sprinters beschrieben - Reload folgt irgendwann) gleich geblieben. Auch wenn ich gewisse Lösungen im Sinne der möglichen Varianten positiver sehe als mein Kollege, so stellt der Koffer sicher nicht den damaligen und heutigen Stand der Möglichkeiten dar. Positiv ist nach wie vor das Vorhandensein zweier verschiedener Aufbauvarianten mit Klapp- und Schiebetür sowie die Möglichkeit, die Trittstufen in aus- oder eingefahrenem Zustand darzustellen. Dass die Heckleuchten nur aufgedruckt werden und nicht einzeln eingesetzte Teile sind, ist schade. Allerdings werden die Rückleuchten bei WAS noch immer an zwei verschiedenen Stellen verbaut, so dass dieser Entschluss nachvollziehbar ist.
Wirklich neu sind an diesem Fahrzeug also nur die Kabine und die Sonderrechtsanlage. Wenden wir uns zuerst der neuen Kabine zu. Wie schon beim Mercedes Sprinter besteht sie aus nur einem einzigen Karosserie-Bauteil mit angespritzter und farblich abgesetzter Stoßstange. Durch die Verwendung einer weißen Kabine und der etwas heller bedruckten Stoßstange als beim Vergleichsfahrzeug von Herpa (auf einigen Fotos zu sehen) treten die Gravuren deutlicher zu Tage. Grundsätzlich sind die Gravuren bei Herpa etwas feiner ausgeführt. Und auch einige Unterschiede lassen sich erkennen.
So sind beim Rietze-Crafter zum Beispiel der Kühlergrill, das Luftgitter auf der Motorhaube sowie die Lufteinlässe in der Stoßstange etwas anders strukturiert als beim vergleichbaren Herpa-Modell. Auch ist das VW-Logo bei Herpa komplett graviert und bei Rietze eine einzige runde, dafür aber bedruckte Fläche. Welche der beiden Lösungen für Sammler und Umbauer die bessere Lösung ist, muss jeder für sich entscheiden. Ich für meinen Teil kann mit der Lösung von Rietze sehr gut leben und finde sie in Teilen (etwa am stärker herausgearbeiteten Kühlergrill) sogar besser gelungen als bei Herpa.
Erstaunlicherweise hat Rietze es geschafft, das vorhandene Fahrgestell mit nur wenigen Modifikationen auf das deutlich neuere Vorbild anzupassen. Auf den ersten Blick fallen keine Unterschiede auf. Durch die Verwendung des bereits vorhandenen Fahrgestells konnte Rietze auch die bereits vorhandenen Felgen des schweren Sprinters für den VW Crafter nutzen, der ebenfalls das 5,0-Tonnen-Chassis verbaut hat. Das ist ein deutlicher Pluspunkt für Rietze (und ein kleiner Hinweis an Herpa, doch endlich mal über den eigenen Schatten zu springen und passende Vorderachsfelgen für den Sprinter-RTW mit Fahrtec-Koffer (Edit: Der kam ja dann viel später. Und davon gibt es eine Modellvorstellung, zu der der Link führt) zu entwickeln).
Dem Crafter-Rettungswagen liegen neben zwei an der Kabinenseite anzubringenden Martinshörnern auch neu konstruierte Außenspiegel bei, die mir persönlich sehr gut gefallen. Im Vergleich zu Herpa ist zwar auf in die Spiegel integrierte Blinker verzichtet worden, aber im Gegensatz zum Herpa-Modell ist dieser Rietze-Crafter eine vollständig auf eigenes Risiko, d.h. ohne Industrieauftrag, entstandene Entwicklung. Da fällt das Budget naturgemäß kleiner aus.
Beim neuen Rettungswagen kam das erste Mal der neue Blaulichtbalken vom Typ Hänsch DBS-2000 oder DBS-3000 zum Einsatz. Bereits die ersten Muster zur RettMobil 2008 zeigten diesen neuen Balken. Mit der neuen Signalanlage wurde eine Lücke im Segment der Sondersignalanlagen geschlossen; wünschenswert wären weitere Breiten für PKW oder LKW, da dieser Balken im Vorbild immer mehr Verwendung findet.
Weniger angenehm fällt mir allerdings eine teilweise sehr kreative Bedruckung auf; selbst im eigenen Hause findet man deutlich bessere Bedruckungsqualitäten. Auch wenn natürlich durch die Makrofotografie der Effekt deutlich verstärkt wird, werden sich Nietenzähler daran stören.
Von den Wünschen an Rietze, die dieses Modell nahelegt, ist einer bereits mit der Auslieferung März 2009 in Erfüllung gegangen, nämlich die Verfügbarkeit des Blaulichtbalkens auch ohne einen angehängten Rettungswagen. Als weitere mögliche Variante möchte ich aber auch den bereits im Hause Rietze vorhandenen Ford Transit ins Spiel bringen. Auch wenn der Ford sicherlich kein weit verbreiteter Rettungswagen ist, könnte er eine sinnvolle Ergänzung darstellen.
Mein Fazit: Die grundsätzlichen Probleme des Rettungswagens mit WAS-Koffer sind seit der Auslieferung der ersten Modelle vor einigen Jahren bekannt und beschrieben. Dennoch ist dieses Modell eine äußerst interessante und lobenswerte Ergänzung der Rettungswagenfamilie. Eine grundsätzliche Überarbeitung der Form (der chinesische Einfluss ist nur zu deutlich zu erkennen) wäre in meinen Augen wünschenswert, wird aber aus Kostengründen wohl ein Wunsch bleiben.
Bisher wurden zwei Modelle ausgeliefert:
Ende Dezember 2008 erweiterte Rietze die Variantenvielfalt des Rettungswagens mit Wietmarscher-Kofferaufbau um ein neues Trägerfahrzeug. Seit diesem Zeitpunkt gibt es auch den aktuellen VW Crafter als Rettungswagen.
Der Aufbau ist mit all seinen bekannten Licht- und Schattenseiten (wie am Beispiel des Rietze-Sprinters beschrieben - Reload folgt irgendwann) gleich geblieben. Auch wenn ich gewisse Lösungen im Sinne der möglichen Varianten positiver sehe als mein Kollege, so stellt der Koffer sicher nicht den damaligen und heutigen Stand der Möglichkeiten dar. Positiv ist nach wie vor das Vorhandensein zweier verschiedener Aufbauvarianten mit Klapp- und Schiebetür sowie die Möglichkeit, die Trittstufen in aus- oder eingefahrenem Zustand darzustellen. Dass die Heckleuchten nur aufgedruckt werden und nicht einzeln eingesetzte Teile sind, ist schade. Allerdings werden die Rückleuchten bei WAS noch immer an zwei verschiedenen Stellen verbaut, so dass dieser Entschluss nachvollziehbar ist.
Wirklich neu sind an diesem Fahrzeug also nur die Kabine und die Sonderrechtsanlage. Wenden wir uns zuerst der neuen Kabine zu. Wie schon beim Mercedes Sprinter besteht sie aus nur einem einzigen Karosserie-Bauteil mit angespritzter und farblich abgesetzter Stoßstange. Durch die Verwendung einer weißen Kabine und der etwas heller bedruckten Stoßstange als beim Vergleichsfahrzeug von Herpa (auf einigen Fotos zu sehen) treten die Gravuren deutlicher zu Tage. Grundsätzlich sind die Gravuren bei Herpa etwas feiner ausgeführt. Und auch einige Unterschiede lassen sich erkennen.
So sind beim Rietze-Crafter zum Beispiel der Kühlergrill, das Luftgitter auf der Motorhaube sowie die Lufteinlässe in der Stoßstange etwas anders strukturiert als beim vergleichbaren Herpa-Modell. Auch ist das VW-Logo bei Herpa komplett graviert und bei Rietze eine einzige runde, dafür aber bedruckte Fläche. Welche der beiden Lösungen für Sammler und Umbauer die bessere Lösung ist, muss jeder für sich entscheiden. Ich für meinen Teil kann mit der Lösung von Rietze sehr gut leben und finde sie in Teilen (etwa am stärker herausgearbeiteten Kühlergrill) sogar besser gelungen als bei Herpa.
Erstaunlicherweise hat Rietze es geschafft, das vorhandene Fahrgestell mit nur wenigen Modifikationen auf das deutlich neuere Vorbild anzupassen. Auf den ersten Blick fallen keine Unterschiede auf. Durch die Verwendung des bereits vorhandenen Fahrgestells konnte Rietze auch die bereits vorhandenen Felgen des schweren Sprinters für den VW Crafter nutzen, der ebenfalls das 5,0-Tonnen-Chassis verbaut hat. Das ist ein deutlicher Pluspunkt für Rietze (und ein kleiner Hinweis an Herpa, doch endlich mal über den eigenen Schatten zu springen und passende Vorderachsfelgen für den Sprinter-RTW mit Fahrtec-Koffer (Edit: Der kam ja dann viel später. Und davon gibt es eine Modellvorstellung, zu der der Link führt) zu entwickeln).
Dem Crafter-Rettungswagen liegen neben zwei an der Kabinenseite anzubringenden Martinshörnern auch neu konstruierte Außenspiegel bei, die mir persönlich sehr gut gefallen. Im Vergleich zu Herpa ist zwar auf in die Spiegel integrierte Blinker verzichtet worden, aber im Gegensatz zum Herpa-Modell ist dieser Rietze-Crafter eine vollständig auf eigenes Risiko, d.h. ohne Industrieauftrag, entstandene Entwicklung. Da fällt das Budget naturgemäß kleiner aus.
Beim neuen Rettungswagen kam das erste Mal der neue Blaulichtbalken vom Typ Hänsch DBS-2000 oder DBS-3000 zum Einsatz. Bereits die ersten Muster zur RettMobil 2008 zeigten diesen neuen Balken. Mit der neuen Signalanlage wurde eine Lücke im Segment der Sondersignalanlagen geschlossen; wünschenswert wären weitere Breiten für PKW oder LKW, da dieser Balken im Vorbild immer mehr Verwendung findet.
Weniger angenehm fällt mir allerdings eine teilweise sehr kreative Bedruckung auf; selbst im eigenen Hause findet man deutlich bessere Bedruckungsqualitäten. Auch wenn natürlich durch die Makrofotografie der Effekt deutlich verstärkt wird, werden sich Nietenzähler daran stören.
Von den Wünschen an Rietze, die dieses Modell nahelegt, ist einer bereits mit der Auslieferung März 2009 in Erfüllung gegangen, nämlich die Verfügbarkeit des Blaulichtbalkens auch ohne einen angehängten Rettungswagen. Als weitere mögliche Variante möchte ich aber auch den bereits im Hause Rietze vorhandenen Ford Transit ins Spiel bringen. Auch wenn der Ford sicherlich kein weit verbreiteter Rettungswagen ist, könnte er eine sinnvolle Ergänzung darstellen.
Mein Fazit: Die grundsätzlichen Probleme des Rettungswagens mit WAS-Koffer sind seit der Auslieferung der ersten Modelle vor einigen Jahren bekannt und beschrieben. Dennoch ist dieses Modell eine äußerst interessante und lobenswerte Ergänzung der Rettungswagenfamilie. Eine grundsätzliche Überarbeitung der Form (der chinesische Einfluss ist nur zu deutlich zu erkennen) wäre in meinen Augen wünschenswert, wird aber aus Kostengründen wohl ein Wunsch bleiben.
Bisher wurden zwei Modelle ausgeliefert:
- 61950 VW Crafter Koffer-RTW "Aicher Ambulance Union"
- 61951 VW Crafter Koffer-RTW "Malteser Nürnberg"
Text und Fotos: Tobias Voss