Im Jahr 1948 entwickelte Volkswagen einen Transporter, hausintern wurde er damals Typ 2 genannt, da der Typ 1 der Volkswagen Käfer war. Die grundlegenden Anforderungen waren mit dem Heckmotor dem Typ 1 recht ähnlich, Sitzposition und andere Dinge unterschieden sich jedoch recht deutlich. Im Jahr 1950 begann die Serienfertigung und seit Anfang 2025 ist die mittlerweile siebte Generation des Volkswagen Transporters auf den Straßen unseres Planeten unterwegs.
Waren die ersten drei Generationen noch mit einem Heckmotor ausgestattet, wurden mit der vierten Generation ab dem Jahr 1990 endlich Fahrzeuge mit einem vorne liegenden Motor angeboten. Dadurch war die Verwendung für Sonderaufbauten deutlich einfacher. So wurde der Typ 2 dann auch regelmäßig von verschiedenen Karosseriebauern genutzt.
Erstmalig wurde in der siebten Generation der Volkswagen Transporter nicht mehr eigenständig, sondern gemeinsam mit Ford entwickelt, auch werden beide Modelle ausschließlich im Werk Yeniköy von Ford Otosan in der Türkei gefertigt. Die optischen Unterschiede zwischen Ford Transit Custom und Volkswagen Transporter liegen dabei zu einem sehr großen Teil nur noch in der Gestaltung der Front. Der Rest des Fahrzeuges ist, abgesehen vom Logo am Heck so gut wie identisch.
Sowohl Rietze als auch Herpa haben angekündigt, den Volkswagen Transporter in unserem Maßstab in den Handel bringen zu wollen. Während Rietze auch unterschiedlich lange Karosserien und verschiedene Ausstattungslinien zum Start angekündigt hat, möchte Herpa auch den Ford Transit Custom in das firmeneigene Portfolio aufnehmen.
Welches der beiden Modelle am Ende die bessere Wahl sein wird, kann sich erst zeigen, nachdem beide Varianten für jedermann im Handel erhältlich sind. Eine weitere Vorstellungen zum dann veröffentlichten Herpa-Modell, sowie eine darauf aufbauende Vergleichsvorstellung, sind also nicht ausgeschlossen.
Im August 2026 kamen die ersten Exemplare der von Rietze zur Spielwarenmesse 2026 mit Zeichnungen vorgestellten neuen Modelle in den Handel. Es wurden dabei alle angekündigten Modellvarianten ausgeliefert, so dass mir sowohl ein Kastenwagen mit langem Radstand als auch zwei Kleinbusse mit kurzem Radstand vorliegen. Grund genug, den Modellen einen genaueren Blick zu gönnen und diese erste Vorstellung zu schreiben.

Der Volkswagen Transporter als Kleinbus hat eine markante rote Farbgebung, die im originalen Volkswagen-Jargon "intensiv red" genannt wird. Die Farbe liegt dabei recht nah an den genormten Farbtönen Feuerrot (RAL 3000) und Verkehrsrot (RAL 3020). Ausgestattet mit einem zusätzlichen Warnlichtbalken könnte das Modell so bei einer Feuerwehr eingesetzt werden. Die vorderen Scheinwerfer sind klar transparent und die Heckleuchten rot transparent in die Karosserie eingesetzt. Der Kühlergrill ist eingesetzt und von sehr feinen Plastikrahmen in der Farbe der Karosserie umfasst. Das an der Front vorhandene Logo von Volkswagen ist möglicherweise eingesetzt und silbern bedruckt.
Die Verglasung des neuen Volkswagen Transporter ist fast bündig in die Karosserie eingepasst und mit schwarzen Fensterrahmen im Bereich der hinteren beiden Fenster und der Heckklappe versehen. Zusätzlich ist die komplette Verglasung in einem rauchfarbenen Material gehalten, so dass die im Original vorhandene Tönung dargestellt wird. Die Inneneinrichtung mit ihren insgesamt drei Sitzreihen ist vorbildgerecht nachgebildet und für die seitlichen Spiegel gibt es durch den Käufer anzubringende einzelne Bauteile.
Der Unterboden ist ordentlich mit den gefühlt wichtigsten Details gestaltet und das strukturierte Dach trägt kurz vor der B-Säule zwei schwarz bedruckte Antennen in aktueller Form. Interessant ist dabei, dass sich der e-Transporter und der Transporter ausschließlich durch den Schriftzug am Heck unterscheiden, ob das vorbildgerecht ist, erschließt sich mir aktuell nicht, da ich mich bislang weder unter das Fahrzeug gelegt noch den e-Transporter bislang fotografieren konnte.

Wenden wir uns nun noch zum Kastenwagen mit dem langen Radstand zu. Naturgemäß gibt es beim Kastenwagen im hinteren seitlichen Bereich keine Fenster, nur die beiden Hecktüren sind mit jeweils einem Fenster versehen. Die Inneneinrichtung ist ohne die Bestuhlung im hinteren Bereich ausgeführt, auf Grund der seitlich fehlenden Fenster ist das jedoch eher schlecht zu erkennen.
Im Gegensatz zu den neueren Transportern von Busch ist hier eine weitere Karosserie konstruiert worden, damit der Kastenwagen nachgebildet werden kann. Persönlich gefällt mir die Lösung von Busch mit farbig gespritzten und absolut bündig eingesetzten hinteren Fenstern jedoch deutlich besser.
Wie man aus der obenstehenden Tabelle erkennen kann, wurden die beiden verschiedenen Transporter von Volkswagen ziemlich ordentlich in unseren Maßstab übertragen, die Messlatte für die kommenden Modelle von Herpa liegt also zumindest, was das angeht, schon einmal ziemlich hoch. Allerdings sind auch die eigentlich sehr schönen Modelle nicht frei von vermeidbaren Fehlern, interessanterweise liegen die fast alle im Bereich des Fahrgestells.
Die verwendeten Achsen sind leider deutlich zu lang, so dass die Reifen gerne über die Karosserie hinausstehen und die Weichgummireifen halten nicht wirklich auf den Felgen. Da sind wir von anderen Herstellern deutlich besseres gewöhnt.
Während der Heckscheibenwischer als Gravur auf der Heckscheibe vorhanden ist, wurde für die Frontscheibe der Scheibenwischer nicht graviert, er fehlt also. Schaut man sich Fotos im Internet an, so fällt auf, dass dort meistens auch nur ein kleiner Teil des rechten Scheibenwischers sichtbar ist. Insofern ist die Entscheidung, auf die vorderen Scheibenwischer zu verzichten, zumindest teilweise nachvollziehbar.
Trotz der benannten Kritikpunkte halte ich das Modell für eine Bereicherung des Angebots an kleinen und mittleren Transportern unserem Maßstab. Mittelfristig erwarte ich eine Große Anzahl an unterschiedlichen an Einsatzfahrzeugen, auch wenn mir die Nutzung des aktuellen Volkwagen Transporters bei Hilfsorganisationen noch nicht wirklich aufgefallen ist. Im Gegensatz dazu lassen sich immer mehr aktuelle Volkswagen Transporter im kommerziellen Sektor finden. Vielleicht kommt ja auch noch der Transporter mit Pritsche und Doppelkabine, der wäre sicherlich eine sehr schöne Ergänzung zu den geschlossenen Varianten.
Fotos: Tobias Voss
Waren die ersten drei Generationen noch mit einem Heckmotor ausgestattet, wurden mit der vierten Generation ab dem Jahr 1990 endlich Fahrzeuge mit einem vorne liegenden Motor angeboten. Dadurch war die Verwendung für Sonderaufbauten deutlich einfacher. So wurde der Typ 2 dann auch regelmäßig von verschiedenen Karosseriebauern genutzt.
Erstmalig wurde in der siebten Generation der Volkswagen Transporter nicht mehr eigenständig, sondern gemeinsam mit Ford entwickelt, auch werden beide Modelle ausschließlich im Werk Yeniköy von Ford Otosan in der Türkei gefertigt. Die optischen Unterschiede zwischen Ford Transit Custom und Volkswagen Transporter liegen dabei zu einem sehr großen Teil nur noch in der Gestaltung der Front. Der Rest des Fahrzeuges ist, abgesehen vom Logo am Heck so gut wie identisch.
Sowohl Rietze als auch Herpa haben angekündigt, den Volkswagen Transporter in unserem Maßstab in den Handel bringen zu wollen. Während Rietze auch unterschiedlich lange Karosserien und verschiedene Ausstattungslinien zum Start angekündigt hat, möchte Herpa auch den Ford Transit Custom in das firmeneigene Portfolio aufnehmen.
Welches der beiden Modelle am Ende die bessere Wahl sein wird, kann sich erst zeigen, nachdem beide Varianten für jedermann im Handel erhältlich sind. Eine weitere Vorstellungen zum dann veröffentlichten Herpa-Modell, sowie eine darauf aufbauende Vergleichsvorstellung, sind also nicht ausgeschlossen.
Im August 2026 kamen die ersten Exemplare der von Rietze zur Spielwarenmesse 2026 mit Zeichnungen vorgestellten neuen Modelle in den Handel. Es wurden dabei alle angekündigten Modellvarianten ausgeliefert, so dass mir sowohl ein Kastenwagen mit langem Radstand als auch zwei Kleinbusse mit kurzem Radstand vorliegen. Grund genug, den Modellen einen genaueren Blick zu gönnen und diese erste Vorstellung zu schreiben.
Der Volkswagen Transporter als Kleinbus hat eine markante rote Farbgebung, die im originalen Volkswagen-Jargon "intensiv red" genannt wird. Die Farbe liegt dabei recht nah an den genormten Farbtönen Feuerrot (RAL 3000) und Verkehrsrot (RAL 3020). Ausgestattet mit einem zusätzlichen Warnlichtbalken könnte das Modell so bei einer Feuerwehr eingesetzt werden. Die vorderen Scheinwerfer sind klar transparent und die Heckleuchten rot transparent in die Karosserie eingesetzt. Der Kühlergrill ist eingesetzt und von sehr feinen Plastikrahmen in der Farbe der Karosserie umfasst. Das an der Front vorhandene Logo von Volkswagen ist möglicherweise eingesetzt und silbern bedruckt.
Die Verglasung des neuen Volkswagen Transporter ist fast bündig in die Karosserie eingepasst und mit schwarzen Fensterrahmen im Bereich der hinteren beiden Fenster und der Heckklappe versehen. Zusätzlich ist die komplette Verglasung in einem rauchfarbenen Material gehalten, so dass die im Original vorhandene Tönung dargestellt wird. Die Inneneinrichtung mit ihren insgesamt drei Sitzreihen ist vorbildgerecht nachgebildet und für die seitlichen Spiegel gibt es durch den Käufer anzubringende einzelne Bauteile.
Der Unterboden ist ordentlich mit den gefühlt wichtigsten Details gestaltet und das strukturierte Dach trägt kurz vor der B-Säule zwei schwarz bedruckte Antennen in aktueller Form. Interessant ist dabei, dass sich der e-Transporter und der Transporter ausschließlich durch den Schriftzug am Heck unterscheiden, ob das vorbildgerecht ist, erschließt sich mir aktuell nicht, da ich mich bislang weder unter das Fahrzeug gelegt noch den e-Transporter bislang fotografieren konnte.
Wenden wir uns nun noch zum Kastenwagen mit dem langen Radstand zu. Naturgemäß gibt es beim Kastenwagen im hinteren seitlichen Bereich keine Fenster, nur die beiden Hecktüren sind mit jeweils einem Fenster versehen. Die Inneneinrichtung ist ohne die Bestuhlung im hinteren Bereich ausgeführt, auf Grund der seitlich fehlenden Fenster ist das jedoch eher schlecht zu erkennen.
Im Gegensatz zu den neueren Transportern von Busch ist hier eine weitere Karosserie konstruiert worden, damit der Kastenwagen nachgebildet werden kann. Persönlich gefällt mir die Lösung von Busch mit farbig gespritzten und absolut bündig eingesetzten hinteren Fenstern jedoch deutlich besser.
| Vorbild | 1:87 | Rietze | |
| Länge, kurzer Radstand: | 5.050 mm | 58,05 mm | 58,82 mm |
| Länge, langer Radstand: | 5.450 mm | 62,64 mm | 63,30 mm |
| Breite: | 2.032 mm | 23,36 mm | 23,11 mm |
| Höhe: | 1.961 mm | 22,54 mm | 22,72 mm |
Wie man aus der obenstehenden Tabelle erkennen kann, wurden die beiden verschiedenen Transporter von Volkswagen ziemlich ordentlich in unseren Maßstab übertragen, die Messlatte für die kommenden Modelle von Herpa liegt also zumindest, was das angeht, schon einmal ziemlich hoch. Allerdings sind auch die eigentlich sehr schönen Modelle nicht frei von vermeidbaren Fehlern, interessanterweise liegen die fast alle im Bereich des Fahrgestells.
Die verwendeten Achsen sind leider deutlich zu lang, so dass die Reifen gerne über die Karosserie hinausstehen und die Weichgummireifen halten nicht wirklich auf den Felgen. Da sind wir von anderen Herstellern deutlich besseres gewöhnt.
Während der Heckscheibenwischer als Gravur auf der Heckscheibe vorhanden ist, wurde für die Frontscheibe der Scheibenwischer nicht graviert, er fehlt also. Schaut man sich Fotos im Internet an, so fällt auf, dass dort meistens auch nur ein kleiner Teil des rechten Scheibenwischers sichtbar ist. Insofern ist die Entscheidung, auf die vorderen Scheibenwischer zu verzichten, zumindest teilweise nachvollziehbar.
Trotz der benannten Kritikpunkte halte ich das Modell für eine Bereicherung des Angebots an kleinen und mittleren Transportern unserem Maßstab. Mittelfristig erwarte ich eine Große Anzahl an unterschiedlichen an Einsatzfahrzeugen, auch wenn mir die Nutzung des aktuellen Volkwagen Transporters bei Hilfsorganisationen noch nicht wirklich aufgefallen ist. Im Gegensatz dazu lassen sich immer mehr aktuelle Volkswagen Transporter im kommerziellen Sektor finden. Vielleicht kommt ja auch noch der Transporter mit Pritsche und Doppelkabine, der wäre sicherlich eine sehr schöne Ergänzung zu den geschlossenen Varianten.
Fotos: Tobias Voss