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von Mo87-History am Mittwoch 4. November 2026, 17:40
Kurz vorgestellt: IFA H6 ADK 6.3 von Brekina - reloaded
Diese Modellvorstellung ist eine ältere Modellvorstellung, die seit einiger Zeit offiziell nicht mehr abrufbar war. Durch Foren-Updates und Serverwartungen konnten ältere Berichte nicht mehr übertragen werden. Nach und nach werden wir die Modellvorstellungen in dieser Rubrik wieder zugänglich machen und versuchen, die Berichte den ursprünglichen Autoren zuzuordnen. Außerdem versuchen wir, die Berichte mit größeren Bildern aufzufrischen, sofern die Originalbilder noch vorliegen. Die Berichte entsprechen dem Stand der "Drucklegung" und werden nicht um Varianten ergänzt, die seitdem erschienen sind. Die Modellvorstellungen sind insgesamt genauso als Retrospektive zu betrachten wie etwaig genannte Preise (UVP). Seid gespannt auf mehr. Aktuelle Modellvorstellungen und sämtliche Reloads findet Ihr im Inhaltsverzeichnis - sortiert nach Automarken - wieder.

Die Modellvorstellung des IFA H6 ADK 6.3 von Brekina ist erstmals am 28.05.2007 auf der Hauptseite von mo87 veröffentlicht worden. Zum Glück ein Kind der frühen geburt. Wer weiß, wie dieses sensationell gute Modell als heutige Umsetzung ausgefallen wäre. 2007 schauten die Freunde westdeutscher Produkte erneut in die Röhre. Der Markt rund um die "Ostalgie" boomte und boomt weiterhin, deutlich erkennbar im (Über-) Angebot von Modellen nach osteuropäischen Vorbildern aus Groß- und Kleinserie. Die eher "westalgischen" Modellautofans können da teilweise nur neidvoll in die andere Richtung blicken. Brekina setzte dem ADK ein Denkmal. Das hat dieser formschöne Kran auch redlich verdient.


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Ein kurz Vorgestellt von Tobias Wilhelmi

Ein schlichtes Arbeitstier aus der DDR, von Brekina meisterhaft umgesetzt, das ist der Autodrehkran ADK 6.3.

Autodrehkran ADK 6.3 von Brekina

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Krane und Bergefahrzeuge sind nach wie vor meine größte Modellbauleidenschaft. So war es nicht verwunderlich, dass ich den von Brekina im letzten Autoheft angekündigten Autodrehkran ADK 6.3 mit Spannung erwartet habe. Doch erst Ende April 2007 hielt ich endlich das orangefarbene Exemplar in Händen. Lange hatte ich wegen des Preises von fast 30 Euro gezögert. Der ADK ist eine Entwicklung des VEB Hebezeugwerk Sebnitz. Dort begann man 1953 mit der Produktion verschiedener Kranwagen ab fünf Tonnen; 1965 war man dann beim ADK 6.3 mit 6,3 Tonnen Hubkraft angelangt. Die Fahrzeugkabine ähnelte denen der normalen IFA-LKW, ist jedoch ebenso wie das Chassis eine eigene Entwicklung. Die meisten technischen Komponenten stammen jedoch von IFA. Der Kran verfügt über einen zweiten, gegen die Fahrtrichtung gedrehten Sitz mit einem zweiten Lenkrad für die Kransteuerung. Die Rückwand der Kabine ist großzügig verglast, um dem Kranführer die nötige Übersicht zu ermöglichen.

Betrachtet man nun das Modell, fallen genau diese Details sofort auf: die IFA-Grundoptik ebenso wie das Innere der Kabine, formal ebenso korrekt wiedergegeben wie der gesamte Kranwagen. Fahrgestell, Kabine, Haube, Aufbau, Oberwagen und Kranarm machen auf den ersten und jeden weiteren Blick einen hervorragenden Eindruck. Der Kranarm ist mehrfach durchbrochen und teleskopierbar, drehbar und in der Höhe verstellbar - so wie es sein soll. Dann die für mich persönlich recht große Enttäuschung: Das Seil ist zwar sehr fein und sauber eingeschert. Es ist aber eingeklebt! Die Seiltrommel selbst ist ein "Fake", so dass realitätsnahe Hübe nicht möglich sind. Bei einem Kranmodell lastet dieser Mangel schwer.

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Lenken wir aber den Blick erst einmal weg vom unglücklichen Seiltrick. Denn es lohnt sich! Ob es die Oberfläche ist, die Drucke, die angebauten Kleinteile, das Modell ist einfach ein Kleinod. Sämtliche Schriftzüge sind klar lesbar, nirgends ist ein Druck auch nur ansatzweise schief oder ausgefranst geraten. Trittstufen, Arbeitslicht, Stützteller, Rückspiegel usw. sind allesamt sehr filigran; fast hat man Angst, etwas abzubrechen. Ebenso sind die Gravuren sämtlich sehr fein ausgeführt und komplett. Selbst die Winkelanzeiger am Kranarm sind vorhanden (hier fehlt lediglich ein wenig Farbe zur besseren Hervorhebung). Auch das Fahrgestell sieht sehr realistisch aus. Hier dann aber die zweite, kleinere Enttäuschung: Die Stützen sind zwar sehr filigran ausgeführt, aber ebenfalls nicht beweglich.

So fällt mir ein Fazit ungewöhnlich schwer. Einerseits ist das Modell ein absolut faszinierendes Objekt für die Vitrine. Dem verspielten Kranspielführer zerreißt es aber angesichts der nicht vollständigen Funktionalität das Herz. Für den Sammler, der sich an den Kleinteilen und den perfekten Drucken erfreut, ist der Preis angemessen, für das Spielkind unter den Modellbauern (wie mich) erscheint er aber fast zu hoch. Für einen echten Kran ohne Seil mag man ja auch nicht den vollen Preis zahlen...

Text und Fotos: Tobias Wilhelmi

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